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Nach seinem Horror-Jahr inklusive verpasster WM ist Tim Kleindienst (30) zurück – und sobald er auch nur annähernd bei 100 Prozent ist, wird der Gladbach-Kapitän auch in der Startelf gesetzt. Doch das wird sein neuer Sturm-Konkurrent nicht einfach so hinnehmen.
Für 3,5 Millionen Euro holte Borussia Mönchengladbach im Sommer mit Isac Lidberg (27/Vertrag bis 2030) den besten Zweitliga-Torschützen der letzten zwei Jahre. 31 Liga-Treffer hatte der Schwede für Darmstadt erzielt und nun will er in der Bundesliga durchstarten. Davon soll Lidberg auch ein Top-Kontrahent wie Kleindienst nicht abhalten. Der Neu-Borusse: „Ich bin sehr glücklich, dass mein Traum von der Bundesliga wahr geworden ist. Wir haben hier viele gute Spieler, aber das kann nur gut für uns als Team sein, weil wir uns so gegenseitig pushen.“

31 Tore in 58 Spielen: Kein Spieler in der 2. Liga traf in den letzten zwei Jahren so oft wie Isac Lidberg (27)
Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto
Lidberg weiter: „Natürlich ist Tim ein super Spieler, aber jeder glaubt an sich selbst und gibt alles für das Team – und am Ende werden die Besten spielen. Jeder muss also um seinen Platz in der Startelf kämpfen, das ist ein starker Konkurrenzkampf bei uns.“ Auch auf der Neuner-Position, auf der Lidberg starten will wie sein Vorgänger Haris Tabakovic (32), der nach seiner erfolgreichen Leihe aus Hoffenheim (13 Liga-Tore) nach Salzburg gewechselt ist.
Lidberg will Polanski nicht nur mit Toren überzeugen
Tabakovic profitierte davon, dass Kleindienst praktisch die gesamte Saison über ausfiel – nun hat Lidberg das Ziel, sich im direkten Duell gegen den sechsfachen deutschen Nationalspieler (vier Tore) durchzubeißen. Oder auch neben ihm für die Gladbach-Tore sorgen, Hauptsache Eugen Polanski (40) kriegt das Gefühl, nicht am neuen Knipser vorbeizukommen. Lidberg: „Der Trainer will jedes Spiel gewinnen, also wird er immer die beste Mannschaft aufstellen und das machen, von dem er denkt, dass es die Chancen auf ein gutes Resultat erhöht. Man muss ihn also überzeugen, einer der Jungs zu sein, die dabei sein müssen.“
Denn Lidberg (Marktwert fünf Mio. Euro) steht nicht nur für Tore, sondern auch dafür, ähnlich wie Kleindienst harter Arbeiter zu sein. Der Ex-Darmstädter: „Als Stürmer will man natürlich immer treffen, auch ich. Aber man kann dem Team noch so viel mehr helfen – zum Beispiel mit gutem Pressing und damit, immer anspielbar zu sein. Ich werde alles machen, damit das Team erfolgreich ist, aber natürlich bleibt das Beste, was ich machen kann, möglichst viele Tore zu schießen.“ Trotz Top-Stürmer Kleindienst.