
Stand: 30.07.2026 16:34 Uhr
In Hamburg sind auf den Dächern öffentlicher Gebäude so viele Solaranlagen gebaut worden wie nie zuvor. Von der CDU-Opposition gibt es dennoch Kritik: Der Ausbau gehe viel zu schleppend voran und fordere neue Wege.
Knapp 50 neue Solaranlagen sind im vergangenen Jahr auf Gebäuden der Stadt gebaut worden – genau genommen auf Gebäuden, die nicht zum Wohnen genutzt werden, wie etwa Schulen oder Schwimmbäder. Insgesamt könnten so derzeit rund 3.700 Haushalte mit Strom versorgt werden, hieß es dazu von der Hamburger Umweltbehörde.
Hinzu kommen demnach noch Anlagen, die auf den Dächern von stadteigenen Unternehmen stehen, wie etwa beim CCH – Congress Center Hamburg. Die gesamte Stromleistung konnte dadurch um fast die Hälfte gesteigert werden, wie es im jüngsten Bericht des Hamburger Senats heißt. „Als Stadt legen wir beim Ausbau der Solarenergie endlich den Turbo ein“, sagte Umwelt- und Energiesenatorin Katharina Fegebank (Grüne).
CDU: Ein Beispiel an Niedersachsen nehmen
Sandro Kappe von der Hamburger CDU kritisierte erneut das „Schneckentempo“ beim Solarausbau. Wenn man so weitermache, dauere es noch Jahrzehnte, bis nur die Hälfte aller öffentlichen Dächer zur Stromerzeugung genutzt werden, sagte er. Kappe forderte, sich etwa an Niedersachsen ein Beispiel zu nehmen. Dort soll ein privater Anbieter – das Hamburger Unternehmen 1KOMMA5° – innerhalb kurzer Zeit hunderte öffentliche Dachflächen mit Solaranlagen ausstatten.
Bis Jahresende will der Hamburger Senat zunächst einen Bericht dazu vorlegen, welche Dächer und Fassaden von öffentlichen Gebäuden in Hamburg überhaupt geeignet sind, erneuerbare Energie zu erzeugen.

Das Kabinett hat sich auf neue Energiegesetze geeinigt. Für Hamburg seien die beschlossenen Maßnahmen zu wenig, sagt Katharina Fegebank (Grüne).

In Meiendorf könnte sogar ein ganzer Elektrobus-Betriebshof mit ortsnahem Solarstrom versorgt werden.

Von den rund 11.000 städtischen Hamburger Gebäuden haben bisher 400 Solaranlagen auf dem Dach. Die CDU fordert mehr Tempo.