Hellersdorf – Es tut sich was am Bröckel-Haus in der Tangermünder Straße. Über ein Jahr nach den Abstürzen maroder Bauteile, Sperrungen und einem Betretungsverbot für die Mieter hat jetzt der Rückbau der schwächelnden Balkone begonnen.
Im Mai hatte B.Z. zuletzt über herabfallenden Beton und abstürzende Fassadenfliesen an den Wohnhäusern in der Tangermünder Straße 11–13 berichtet. Wegen akuter Einsturzgefahr an dem in die Jahre gekommenen DDR-Plattenbau war den Mietern das Betreten ihrer Balkone verboten worden. Dann wurden sie aus Sicherheitsgründen ganz gesperrt.
Statische Untersuchungen im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ hatten ergeben, dass der in den Balkonen verbaute Stahl korrodiert war und gefährliche Risse im Beton verursacht hatte.
Rückbau der Balkone
Nun schreiten die Arbeiten zum Rückbau der beschädigten Balkone voran. Seit Donnerstag wurden die maroden Konstruktionen demontiert. Zum Schutz der Anwohner wurden Teile der Gehwege und Grundstücke rund um die betroffenen Wohnhäuser abgesperrt.

Mit dem Kran sollen die großen Betonteile an den Haken genommen werden
Foto: John Boutin
Mit einem Spezialkran und einer Hebebühne haben Arbeiter damit begonnen, die Betonteile Stück für Stück abzutragen. Die Betonteile werden in einen Container verladen und aus Sicherheitsgründen schnell weggebracht, um die Feuerzufahrten nicht zu blockieren.
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft plant einen vollständigen Ersatzneubau der Balkone. Die betroffenen Mieter werden sich bis dahin in Geduld üben müssen. Nach aktuellem Stand werden sich die Bauarbeiten noch bis ins Jahr 2027 ziehen.
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