Italien fordert drastische Maßnahme
„Schockierend“ – Migranten stürmen EU-Grenze
31.07.2026 – 02:23 UhrLesedauer: 4 Min.
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Die Aufnahmen zeigen Menschen im Wasser und an der Küste.
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Mehr als Tausend Flüchtende in wenigen Tagen kommen in der EU-Exklave Ceuta an. Die Behörden sind überfordert. Spanien will dennoch nicht den Notstand ausrufen.
Die Bilder sehen dramatisch aus. Hunderte Menschen erreichten in den vergangenen Tagen die spanische Exklave Ceuta. Die Entwicklung weckt Erinnerungen an die Migrationskrise im Mai 2021 am selben Ort. Auch damals erlebte der Außenposten der Europäischen Union auf dem afrikanischen Kontinent einen Andrang von Flüchtlingen.
Dieses Mal schafften es mindestens 1.500 Migranten innerhalb weniger Tage nach Ceuta – die meisten von ihnen hatten sich ins Meer gestürzt und waren geschwommen. Für einige von ihnen enedete die Flucht tödlich. Wie die Behörden mitteilten ertranken mindestens zehn Menschen bei dem Versuch, die EU-Grenze zu überqueren.
- Spanische Exklave: Tausende Migranten erreichen Ceuta – Militäreinsatz
- Flucht durchs Meer: 54 Kinder schwimmen von Marokko nach Ceuta
Die Behördenin Ceuta sind seit Tagen in Alarmbereitschaft. Unter den Ankömmlingen seien viele Minderjährige und Kinder, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Die Regionalregierung forderte von der Zentralregierung in Madrid bereits die Ausrufung des nationalen Notstands und den Einsatz des spanischen Militärs an der Grenze zu Marokko.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Europa Press“ und anderer Medien hielt der Migrantenandrang auch am Donnerstagabend unvermindert an. Auf Bildern von Nachrichtenagenturen ist zu sehen, wie Hunderte erschöpfte Migranten am Strand von Ceuta liegen.
Bereits am Mittwoch hatte Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas erklärt, die Aufnahmeeinrichtungen seien völlig überlastet. Viele der Migranten mussten auf den Straßen übernachten.
Meloni fordert „außergewöhnliche Maßnahme“
Die Zentralregierung in Madrid unter dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez will jedoch keinen Notstand ausrufen. Sie ordnete stattdessen den Einsatz von in Ceuta stationierten Armeeeinheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten an, wie die Zeitung „El País“ und andere Medien berichteten. Es seien insgesamt 120 Einsatzkräfte des Militärs, schreibt „El País“.
Die Entwicklung in Ceuta rief auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf den Plan. Ihre Regierung forderte am Donnerstagabend den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum. Man sei dabei, „die zuständigen Stellen zusammenzubringen“, erklärte Meloni am Donnerstag im Onlinedienst X. „Sobald diese Treffen abgeschlossen sind, sind wir bereit zu handeln, auch durch außergewöhnliche Maßnahmen (…) wie etwa das Aussetzen des Schengen-Abkommens mit Spanien“.
