Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Rumänien lässt Kampfjets aufsteigen
Von T. Schibilla, J. Seiferth, F. Michalski, M. Lattemann, M. Küper, C. Siemer, C. Cöln, A. Janzen, T. Wanhoff, S. Cleven, J. Hartung, J. Fischer
Aktualisiert am 31.07.2026 – 02:46 UhrLesedauer: 20 Min.
Ein Kampfflugzeug MiG-21 der rumänischen Luftwaffe: Erneut sind Flugkörper an der Grenze entdeckt worden. (Archivbild) (Quelle: imago stock&people/imago)
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Eine nordkoreanische Rakete soll sechs Menschen in der Ukraine getötet haben. Der Kreml nimmt einen Oligarchen fest. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Rumänien lässt Kampfjets aufsteigen
Das Nato- und EU-Mitglied Rumänien lässt nach der Entdeckung von Flugkörpern nahe der Grenze zur Ukraine zwei Kampfjets aufsteigen. Die Ziele seien im Bereich der Flussgrenze geortet worden, teilt das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Im grenznahen Bezirk Tulcea sei zudem die Bevölkerung gewarnt worden.
Trump zögert bei Patriot-Lizenz
US-Präsident Donald Trump ist sich einem Zeitungsbericht zufolge „nicht sicher“, ob er der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen erlauben wird. „Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig vorsichtig sein, an wen wir Lizenzen vergeben“, zitiert die „Financial Times“ den Präsidenten aus einem Telefonat. Zudem kündigt Trump dem Bericht zufolge an, dass seine Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff in den kommenden Tagen erstmals in die Ukraine reisen.
Angriffe auf Häfen treffen ukrainische Erz-Industrie
Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken. Der Chef des Bergbaukombinats Poltawa, Viktor Lotous, kündigte Medienberichten zufolge im Parlament einen Stillstand der Förderung von zehn bis 20 Tagen an. Drei von vier Schiffen mit Eisenerzkonzentrat könnten nicht auslaufen. Überdies sei eins der Schiffe von einer russischen Drohne beschädigt worden, dabei sei ein Matrose ums Leben gekommen.
Auch das große Bergbaukombinat von Krywyj Rih hat wegen der russischen Angriffe auf die ukrainischen Häfen die Eisenerzförderung in seinem Tagebau eingeschränkt.
Russland tötet Familie wohl mit Rakete aus Nordkorea
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinem schweren Luftangriff erstmals seit längerer Zeit wieder eine Rakete aus Nordkorea eingesetzt. Gerade diese Rakete habe das Wohnhaus einer Großfamilie in Raduschne bei Krywyj Rih getroffen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache aus Kiew. „Natürlich wird es noch Untersuchungen geben, alles wird überprüft werden, aber nach derzeitigem Stand handelt es sich um eine nordkoreanische ballistische Rakete.“
Selenskyj warf Moskau vor, sich mit dem „wahnsinnigen Regime in Nordkorea“ zu verbünden, um Waffen und Soldaten zu bekommen. In Raduschne wurden nach vorläufigen Angaben sechs Mitglieder einer Familie getötet, wobei in dem völlig zerstörten Haus zehn Menschen wohnten.
Russland und das isolierte kommunistische Nordkorea haben eine enge militärische Zusammenarbeit mit gegenseitigem Beistand vereinbart. Nordkoreanische Soldaten kamen 2024 und 2025 in Russland zum Einsatz, als es darum ging, eingedrungene ukrainische Truppen aus dem westrussischen Gebiet Kursk zu verdrängen. Nach Erkenntnissen der Ukraine und westlicher Geheimdienste hat Nordkorea aber auch ballistische Raketen, Artilleriegeschütze und Raketenwerfer und Munition an Moskau geliefert. Die Ukraine warnt davor, dass Pjöngjang erneut 30.000 Soldaten an Russland abstellen könnte.
