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Düsseldorf – Noch vor wenigen Wochen lag Fortuna Düsseldorf in Schutt und Asche nach dem Abstieg in die 3. Liga. Kein Fan oder Verantwortlicher hatte dieses Szenario so wirklich auf der Rechnung. Und damals sah die Zukunft des Kult-Klubs finster aus. Da befürchteten viele einen Durchmarsch in die 4. Liga wie vor 25 Jahren. Zumal nicht mal mehr zehn Spieler unter Vertrag standen.
Keine zweieinhalb Monate später hat sich das Bild völlig gedreht. 15 neue Profis holten Manager Samir Arabi (47) und Trainer Alexander Ende (46) und sammelten damit Anerkennung von Experten. Die Fans fangen spätestens seit dem 2:1-Testsieg über Borussia Dortmund wieder an, an ihre Fortuna zu glauben.
Bei den Wettanbietern rangiert Düsseldorf inzwischen auf den Spitzenplätzen in Sachen Aufstieg und sogar Meisterschaft. Endes Trainer-Kollegen in der 3. Liga sehen Düsseldorf neben Hansa Rostock als die Aufstiegsfavoriten.
Abstieg nach Aufstiegs-Ankündigung
Über den hat bei Fortuna bisher nur der Kapitän Jorrit Hendrix (31) geredet: „Dieser Verein gehört nicht in die 3. Liga. Deswegen bin ich auch zurückgekommen, um ihn dahin zubringen, wo er hingehört.“ Alle anderen im Klub halten den Ball flach, weil man dies vor den Aufstiegen 2012 und 2018 auch erfolgreich machte. Und weil die Klubführung den Aufstieg vor einem Jahr vollmundig ankündigte und so richtig auf die Nase fiel.
Und was sagt Ende angesichts der Vorhersagen der Trainer-Kollegen und den Quoten bei den Wettanbietern? Der Trainer gelassen auf BILD-Nachfrage: „Weg von den Spielern: Egal, wie wir den Kader aufgefüllt hätten, wäre Fortuna immer wieder als Favorit genannt worden. Als Absteiger, großer Verein, große Stadt wären wir immer mit in dieses Thema mit reingehoben worden.“
Aber Ende und Arabi holten nicht nur die meisten neuen Spieler (15) aller Drittligisten, sondern deren Qualität sorgt bei Konkurrenz und Fans für Anerkennung: Der Trainer: „Jetzt haben wir natürlich die ein oder andere Verpflichtung mit Namen, die auch die Menschen kennen. Und das trägt dann nicht dazu bei, dass man weniger Erwartungshaltung hat.“
Aber das lässt den Trainer fast kalt: „Ich bin im Tagesgeschäft. Ich arbeite mit der Mannschaft auf den Punkt hin. Aber die Euphorie und den positiven Zuspruch nehme ich gerne mit. Das ist auch wichtig. Alles andere interessiert mich nicht.“ Und das Wort „Aufstieg“ nimmt Ende erst gar nicht in den Mund …