Jochen Bittner

Das klingt gut. Aber nach dem Terroranschlag auf den CSD in Berlin braucht es eine neue Brandmauer – gegenüber dem reaktionären Islam.

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Artikelzusammenfassung

Der Text zieht nach dem tödlichen Attentat auf den Berliner CSD eine harte Linie: Nicht die Gesellschaft insgesamt, sondern vor allem muslimische Milieus seien in der Frage von Queerfeindlichkeit längst gespalten. Der Autor arbeitet sich dann an Verbandsfunktionären, Imamen und einem Milieu ab, das Homosexualität als „Sünde“, „Abnormalität“ oder sonstige moralische Fehlprogrammierung framet, und präsentiert Burhan Kesici vom Islamrat als besonders grelles Beispiel dieser reaktionären Tonspur. Parallel rückt er progressive muslimische Stimmen wie Seyran Ateş, Mouhanad Khorchide, Ahmad Mansour und Murat Kayman ins Spotlight, die seit Jahren Reformen, Religionskritik und eine klare Brandmauer gegen politischen Islam fordern – und dafür bedroht statt breit unterstützt werden. Scharf kritisiert der Text zudem linke und mediale Routinen, die aus Angst vor dem Vorwurf des „antimuslimischen Rassismus“ lieber um den heißen Brei podcasten, statt Homophobie, Islamismus und autoritäre Ideologie beim Namen zu nennen. Am Ende steht ein unmissverständlicher Call to Action: Reaktionäre islamische Akteure müssten politisch und gesellschaftlich so entschieden isoliert werden wie andere Feinde der offenen Gesellschaft, sonst bleibt der Liberalismus ein hübsches, aber löchriges Bühnenbild.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

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Anschlag auf den CSD: Der Anschlag auf den CSD in Berlin hat gezeigt, wohin Hass auf queere Menschen führen kann.

Der Anschlag auf den CSD in Berlin hat gezeigt, wohin Hass auf queere Menschen führen kann.
© Ralf Hirschberger/​AFP via Getty Images

Die Gesellschaft dürfe sich jetzt »nicht spalten lassen«, lautete einer der häufig geäußerten Wünsche nach dem tödlichen Attentat auf den Berliner Christopher Street Day. Er übersieht leider etwas Wichtiges. Im Umgang mit homosexuellen und queeren Menschen ist vor allem der muslimische Teil der Gesellschaft längst tief gespalten. Schwulenfeindlichkeit beginnt eben nicht bei Islamisten, die morden. Sie beginnt bei muslimischen Verbandsvertretern, die Homosexualität eine »Abnormalität« nennen, bei Imamen, die von »Sünde« sprechen oder bei Schulkindern, die schwule Lehrer drangsalieren.