Gezählt hat Till Hofmann all die Vorstellungen der vergangenen 30 Lustspielhaus-Jahre nicht. Er schätzt aber, dass es schon so an die 10 000 gewesen sein müssen. Fragt man den Chef der Kleinkunstbühne, was besonders in Erinnerung geblieben ist, erzählt er vom ersten Abend: „Zipflo“ Reinhardt, ein Nachfahre von Django Reinhardt, hatte dessen Gypsy Jazz so modern interpretiert, dass ältere Damen an ihrem Tisch verärgert ihre Teller auf den Boden pfefferten. Direkt danach aus der Abteilung ‚Unvergessen‘ nennt er aber schon die Eigenproduktionen: „Watzmann“, „Siegfried“, „Der nackte Wahnsinn“ oder auch die Schotten-Abende mit Jürgen Malmsheimer und Sven Kemmler. Allesamt Hochämter der Komik, vogelwild, dargeboten mit der Verve des gern auch mal Unperfekten.