Urteil in Frankfurt
Mann stößt Frau vom Balkon – lebenslange Strafe
31.07.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Landgericht (Symbolfoto) wurde ein Urteil gegen einen Mann verkündet, der seine Frau in die Tiefe gestürzt hatte. (Quelle: Helmut Fricke/dpa/dpa-bilder)
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Ein 60-Jähriger wollte seine Affäre nicht aufgeben und eine teure Scheidung vermeiden. Das Frankfurter Landgericht hat nun sein Urteil gesprochen.
Das Frankfurter Landgericht hat einen 60-jährigen Deutsch-Briten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann hatte seine Ehefrau am Vatertag 2023 vom Balkon eines Frankfurter Hotels in den Tod gestoßen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
Das Paar war elf Jahre verheiratet und lebte mit seinen zwei Kindern in Rodgau im Landkreis Offenbach. Wenige Monate vor der Tat begann der Mann eine Beziehung mit einer Frau, die mehr als 20 Jahre jünger war als er. Im Internet suchte er nach unauffälligen Tötungsarten, buchte dann ein Zimmer in einem Frankfurter Hotel und stürzte seine Frau 61 Meter in die Tiefe. Sie starb sofort.
Der Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer richtete klare Worte an den Angeklagten: „Ihr Verhalten steht sittlich auf niedrigster Stufe.“ Seine Frau habe er „wie einen Müllsack“ über das Balkongeländer entsorgt. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwältin und der Nebenklage. Die Verteidigerin des Mannes hatte einen Freispruch beantragt.
Der Prozess hatte am 1. April begonnen. Zu der Tat hatte sich der Angeklagte nicht geäußert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
