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Das macht doch Hoffnung! Hertha-Juwel Soufian Gouram sorgte in letzter Minute mit einem Traumschuss in den Winkel im Härtetest in St. Johann gegen Bundesligist Köln für ein 2:2-Unentschieden. Das Ergebnis war jedoch eher zweitrangig, viel wichtiger sind die Erkenntnisse für Trainer Stefan Leitl (48) aus dieser Partie.
1. Startelf gegen Bochum steht
Ja! Gersbeck, der eine hervorragende Partie lieferte und viele Großchancen der Kölner vereitelte, steht zum Ligastart gegen Bochum am Freitag im Tor. Davor ist die Viererkette mit Eitschberger, Gechter, Dardai, Zeefuik gesetzt. Im Mittelfeld räumen Seguin und überraschend Lum ab, Sessa übernimmt den offensiven Part. Winkler (rechts), Schuler und Kapitän Brekalo (links) bilden den Angriff. Da der schwache Schuler in die Kabine humpelte, könnte 1:1-Torschütze Grönning (80.) in die Startelf rutschen.
2. Hohes Pressing funktioniert – meistens
Im Test über zweimal 60 Minuten funktionierte es im ersten Abschnitt überraschend gut. Köln hatte große Probleme, wurde gewaltig unter Druck gesetzt. Die nötige Fitness für das kräfteraubende Pressing ist vorhanden. Allerdings ist die Lücke zwischen Abwehr und Mittelfeld zu groß. Köln sorgte oftmals mit langen Pässen in die Spitze für Gefahr. So fiel auch das Gegentor durch Ragnar Ache nach 7 Minuten. Das 1:2 durch Bülter (107.) fiel nach einer Ecke.
Flügelspieler überzeugten, Mittelstürmer Schuler nicht
3. Gutes Offensivspiel über die Flügel, schwaches Zentrum
Hertha spielte fast ausschließlich über die Flügel. Brekalo und Winkler versuchten es mit vielen Flankenläufen, fanden aber nur selten einen Abnehmer. In der Mitte war Schuler kaum zu sehen, konnte keinen wichtigen Ball festmachen, vergab eine vielversprechende Chance. Genau deshalb wünscht sich Leitl seit Monaten einen torgefährlichen Mittelstürmer.
4. Viele Spieler in guter Form
Eitschberger, Dardai, Gersbeck, Gechter, Winkler, Seguin und Brekalo hinterließen einen guten Eindruck. Lum hatte Höhen und Tiefen, leistete sich einige Leichtsinnsfehler. Zeefuik ackerte und kämpfte, ihm fehlt Spielpraxis nach langer Oberschenkelverletzung.

Soufian Gouram (18, rechts, im neuen mintgrünen Ausweich-Trikot) nagelt aus 18 Metern das 2:2 rein
Foto: Burmann/City-Press
5. Neuzugang Adewumi noch nicht bereit
Seine Stärken Schnelligkeit und Dribbling waren gegen den FC noch nicht zu sehen. Er versuchte es mal als hängende Spitze, mal über rechts. Noch ganz viel Luft nach oben.
Fazit von Trainer Leitl: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Die Jungs haben versucht, genau das umzusetzen, was wir von ihnen verlangt haben. Das war ein gutes Pressing, wir hatten viele Ballgewinne. Allerdings müssen wir an den Abschlüssen arbeiten.“