
AUDIO: Abgestürztes Geschoss über Polen war russische Rakete (1 Min)
Ukraine-News
Stand: 31.07.2026 14:42 Uhr
14:30 Uhr
Großbritannien investiert in nukleare Abschreckung auf See
Der britische Premier Andy Burnham hat am Donnerstag die Werft des Konzerns BAE Systems in Barrow in North England besucht. Dort werden die Atom-U-Boote der Royal Navy gebaut. Knapp 10 Milliarden Euro investiere die Regierung in die nukleare Abschreckung auf See. Damit will Großbritannien auch die Nato-Ziele zur Aufrüstung erfüllen. Hintergrund ist auch ein russisches Kriegsschiff, das am 20. Juli im Ärmelkanal 40 Seemeilen von Plymouth entfernt eine Schiessübung abhielt. Experten sehen darin eine Machtdemonstration und möglicherweise eine Reaktion Russlands auf die Durchsuchung eines Tankers der russischen Schattenflotte durch die britische Marine zuvor.
13:28 Uhr
Polnische Regierung: Abgestürztes Objekt war russische Rakete
Bei der am Donnerstag in Polen abgestürzten Flugobjekt handelt es sich nach Angaben der Regierung in Warschau tatsächlich um einen russischen Marschflugkörper. Vizeverteidigungsminister Cezary Tomczyk sagte dem Radiosender Rmf.fm: „Ich habe mit dem Einsatzleiter General Ireneusz Nowak gesprochen und wir können mit voller Verantwortung bestätigen, dass es sich um eine russische Ch-101-Rakete handelt“. Dies sei ein Marschflugkörper, der potenziell sehr gefährlich sei und auch Atomsprengköpfe transportieren könne. Die Rakete sei beim Aufprall explodiert.
Die Regierung in Warschau hatte am Donnerstag zunächst davon gesprochen, dass es sich mutmaßlich um eine russische Rakete handelte. Genauere Untersuchungen sollten Gewissheit bringen, hieß es. (Quelle: dpa)
12:45 Uhr
Ukraine: Angriff auf Raffinerie in Wolgograd
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht die russische Ölraffinerie in Wolgograd angegriffen. Das Militär teilte auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit, die Attacke habe für einen Brand auf dem Gelände gesorgt. Die Anlage habe eine Kapazität von rund 15 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Zuvor hatte der russische Gouverneur der Region, Andrej Botscharo, der Angriff bestätigt.
Zudem erklärt der ukrainische Geheimdienst SBU, er habe Infrastruktur im russischen Hafen von Taman an der Straße von Kertsch unter Feuer genommen. (Quelle: Reuters)
12:10 Uhr
Russischer Online-Händler Ozon zwischenzeitlich evakuiert
Der zweitgrößte russische Online-Händler Ozon sieht sich gezwungen, wegen einer Warnung vor einem ukrainischen Drohnenangriff eines seiner Lager zu evakuieren. Es handle sich um ein Lager in der Region Tatarstan, teilt Ozon mit. Das Logistikzentrum sei unbeschädigt geblieben und habe den Betrieb inzwischen wieder aufgenommen.
Die Ukraine hat seit dem 18. Juli bereits mindestens ein Dutzend Lagerhäuser des Hauptkonkurrenten von Ozon, des Marktführers Wildberries, angegriffen. Das stört nicht nur die russische Konsumwirtschaft erheblich. Die Ukraine argumentiert zudem, über den Online-Handel werde das russische Militär beliefert.
08:09 Uhr
Update: Verletzte nach Angriff auf Wildberries-Logistikzentrum
Bei dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries in Wolgograd sind fünf Menschen verletzt worden. Das teilte der Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Telegramkanal der Gebietsverwaltung mit; das Unternehmen selbst bestätigte den Angriff. Zudem schrieb Botscharow, dass bei dem Luftangriff auf die Millionenstadt auch eine Ölraffinerie in Brand gesetzt wurde.
Neben den Industrieobjekten seien zudem ein Wohnblock und ein privates Wohnhaus beschädigt worden. Später teilten die Behörden mit, dass wegen der Größe des Feuers zusätzliche Einheiten zu den Löscharbeiten ausgerückt seien. (Quelle: dpa)
07:35 Uhr
Russland: Frachter mit Rüstungsgütern angegriffen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau einen Frachter mit Rüstungsgütern an Bord angegriffen. Das Schiff sei auf dem Weg zu einem ukrainischen Hafen in der Nähe von Odessa gewesen. Die ukrainische Stadt liegt am Schwarzen Meer. Beide Kriegsparteien haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Frachtschiffe der anderen Seite verstärkt. Sie begründen dies damit, dass die Frachter mit ihren Ladungen den Kriegsanstrengungen des Gegners dienen. (Quelle: Reuters)
05:58 Uhr
Drohnenangriff setzt Wildberries-Logistikzentrum in Brand
Ein Logistikzentrum des russischen Online-Händlers Wildberries in Wolgograd ist nach Unternehmensangaben bei einem Drohnenangriff in Brand geraten. Mitarbeiter seien dabei nicht verletzt worden.
Die Ukraine greift seit Wochen verstärkt Logistikzentren des Unternehmens an. Kiew wirft Wildberries vor, Material für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu transportieren. Russland weist die Vorwürfe zurück. (Quelle: Reuters)
04:20 Uhr
Drohnenangriff löst Brände in russischer Region Wolgograd aus
Bei einem Drohnenangriff sind in der russischen Region Wolgograd nach Behördenangaben eine Energieanlage und mehrere Lagerhallen in Brand geraten. Gouverneur Andrej Botscharow zufolge mussten fünf Menschen medizinisch behandelt werden.
Welche Anlagen genau betroffen sind, teilten die Behörden zunächst nicht mit. In der Region befindet sich unter anderem eine Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil. (Quelle: Reuters)
03:57 Uhr
Rumänien lässt wegen Flugkörpern Kampfjets aufsteigen
Rumänien hat nach der Ortung von Flugkörpern nahe der Grenze zur Ukraine vorsorglich zwei Kampfjets aufsteigen lassen. Das Nato- und EU-Mitglied warnte zudem die Bevölkerung im grenznahen Bezirk Tulcea. Weitere Angaben zu den Flugkörpern machten die rumänischen Behörden zunächst nicht. (Quelle: Reuters)
03:22 Uhr
Ukraine: Patriot-Produktion könnte Jahre dauern
Die Ukraine rechnet nicht mit einer schnellen Genehmigung für die eigene Produktion von Patriot-Abfangraketen. Botschafterin Olha Stefanischyna erklärte, die Verhandlungen mit dem US-Verteidigungsministerium liefen, der Prozess könne jedoch ein bis fünf Jahre dauern.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich einem Medienbericht zufolge zurückhaltend zu einer Lizenzvergabe. Der „Financial Times“ zufolge erklärte Trump, es handle sich um eine außergewöhnliche Waffe, bei deren Weitergabe Vorsicht geboten sei. Die Ukraine drängt angesichts der anhaltenden russischen Luftangriffe auf eine rasche Stärkung ihrer Luftverteidigung. (Quelle: Reuters)
02:37 Uhr
Selenskyj: Russland setzt wieder nordkoreanische Rakete ein
Russland hat bei seinem jüngsten Großangriff auf die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals seit längerer Zeit wieder eine ballistische Rakete aus Nordkorea eingesetzt. Die Rakete habe ein Wohnhaus in Raduschne bei Krywyj Rih getroffen, wo sechs Mitglieder einer Familie getötet worden seien. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben bislang nicht.
Selenskyj warf Moskau vor, seine militärische Zusammenarbeit mit Nordkorea weiter auszubauen. Nach ukrainischen und westlichen Erkenntnissen liefert Pjöngjang unter anderem ballistische Raketen, Artillerie und Munition an Russland.
01:49 Uhr
Russland stuft Telegram-Chef Durow als Terroristen ein
Russland hat den Gründer des Messengerdienstes Telegram, Pawel Durow, als „Terroristen und Extremisten“ eingestuft. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wirft Telegram vor, dem ukrainischen Geheimdienst ermöglicht zu haben, über die Plattform Russen für Sabotage- und Terrorakte anzuwerben. Zuvor hatte Moskau Durow bereits international zur Fahndung ausgeschrieben.
Durow und Telegram wiesen die Vorwürfe zurück. Der Unternehmer erklärte, die Einstufung sei eine Reaktion darauf, dass er Forderungen nach Massenüberwachung und Zensur abgelehnt habe. (Quelle: AFP)
00:05 Uhr
Die Ereignisse gestern – 30. Juli 2026
Russland hat die Ukraine in der Nacht massiv mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen. Nach ukrainischen Angaben wurden mindestens acht Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt. In Krywyj Rih starben sechs Menschen, darunter zwei Kinder. Je ein weiteres Todesopfer wurde aus Kiew und dem Gebiet Poltawa gemeldet. Auch Lwiw und weitere Städte waren betroffen.
Video:
Tote und Verletzte in der Ukraine (1 Min)
Ein mutmaßlich russischer Marschflugkörper drang zudem in den polnischen Luftraum ein und schlug auf einem Feld im Osten des Landes ein. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk handelte es sich wahrscheinlich um eine russische Rakete vom Typ Ch-101. Eine abschließende Bestätigung stand noch aus. Polen und die Nato aktivierten Luft- und Bodenverteidigungssysteme. Unter anderem stiegen zwei polnische F-16-Kampfjets auf.
Video:
Mutmaßlich russische Rakete im polnischen Luftraum gesichtet (1 Min)
Die Ukraine setzte ihre Angriffe auf russische Ziele fort. Das ukrainische Militär meldete Treffer auf vier russischen Tankern im Schwarzen und im Asowschen Meer. Russland berichtete vom Abschuss von 258 ukrainischen Drohnen. In der Region Pensa geriet nach einem Drohnenangriff ein Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in Brand. Mindestens ein Mensch wurde verletzt, rund 200 Beschäftigte wurden evakuiert.
Zugleich beeinträchtigt die russische Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen den Eisenerzexport. Das Bergbaukombinat Poltawa kündigte einen Förderstopp von 10 bis 20 Tagen an. Auch das Kombinat in Krywyj Rih schränkte die Förderung ein. Ausländische Schiffe meiden derzeit nach ukrainischen Angaben die Häfen am Schwarzen Meer.
00:00 Uhr
Ukraine-News am Freitag, 31. Juli 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Hintergründe
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Audio | MDR AKTUELL
Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast-Reihe
Russland führt Krieg gegen die Ukraine – Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.