Mehrfach haben sich Mitglieder der Bezirksvertretung 5 (BV) dafür eingesetzt, dass der Rückbau der Duisburger Landstraße (B8) nicht erfolgen soll. Inzwischen habe sich die Duisburger Straße zu einer wichtigen Nahverbindung zwischen dem Düsseldorfer Norden und dem Duisburger Süden entwickelt, argumentierten die Politiker. Allerdings vergebens.
Der Rückbau war bei den Planungen der vor 14 Jahren fertiggestellten, rund zwölf Kilometer langen Umgehungsstraße B 8n festgelegt worden. Damit soll ein Ausgleich zur Versiegelung durch die neue Straße geschaffen und eine Verkehrsberuhigung erreicht werden. Nach langen Verzögerungen wurden die Arbeiten teilweise schon umgesetzt.
An der Stadtgrenze zu Duisburg entstand so eine Straßenverengung, die nur von einem Fahrzeug befahren werden kann. Zudem wurde vor dem Kreuzungsbereich „Froschenteich“ ein längeres Stück der Straße auf eine Breite von 4,75 Meter verschmälert. An dieser Verengung kam es im Mai zu einem schweren Unfall, bei dem zwei Autos zusammenstießen und laut Polizei eine 82-jährige Frau leicht und eine 50-jährige Fahrerin schwer verletzt wurden. „Diese Unfallstelle gehört unverzüglich auf dem Prüfstand, eventuell sind bauliche oder andere Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen, um eine angemessene Aufmerksamkeit und unfallverhütende Wirkung zu erzielen“, erklärte daraufhin Bündnis 90/Die Grünen in der BV.
Sie haben deshalb zu dem Thema einen Antrag gestellt, dem das Gremium einstimmig folgte. Mit diesem wird die Verwaltung gebeten, auf die für den Rückbau der B8 zuständige Behörde zuzugehen und zusätzliche unfallverhütende Maßnahmen an den bereits eingerichteten Straßenverengungen einzurichten. Zudem soll die Verwaltung einen Vertreter der zuständigen Behörde zu einer der nächsten Sitzungen der Bezirksvertretung einladen und diesen um einen Bericht zum Stand des Straßenrückbaus bitten.
Das war bereits schon einmal vor fünf Jahren geschehen und damals wurden den Bezirkspolitikern auch Pläne gezeigt. „Diese Pläne sahen eine durchgehende Verschmälerung der B8-alt vor, entgegen der heutigen Umsetzung“, sagt Waldemar Fröhlich (Grüne). Er möchte deshalb nun über die aktuellen Bau- und Zeitpläne für den weiteren Rückbau informiert werden. Die Übertragung der Sitzung der Bezirksvertretung per Livestream sei dabei „auch eine gute Möglichkeit für die interessierte Öffentlichkeit, die aktuellen Rückbaupläne kennenzulernen“, führt Waldemar Fröhlich aus.