Newsblog zur US-Politik
Iran soll hinter Attacke auf Wasserversorgung stecken
Aktualisiert am 31.07.2026 – 18:18 UhrLesedauer: 11 Min.
US-Präsident Donald Trump glaubt den Medienberichten nicht: Ihm zufolge ist Minnesotas demokratischer Gouverneur Schuld an den Problemen bei der Wasserversorgung. (Quelle: IMAGO/JIM LO SCALZO/imago)
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US-Medien berichten über einen iranischen Cyberangriff. Trump kündigt eine Einigung für den Gazastreifen an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis
- Iran soll hinter Attacke auf Wasserversorgung stecken
- Ukrainische Seedrohnen werden für US-Armee gebaut
Iran soll hinter Attacke auf Wasserversorgung stecken
In den USA wird es Medienberichten zufolge für wahrscheinlich gehalten, dass iranische Hacker hinter einem koordinierten Cyberangriff auf Dutzende Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota stecken. Die „Washington Post“ berichtete, dass Geheimdienste davon ausgingen. Die „New York Times“ bezog sich auf Ermittler. Beide Zeitungen stützten sich auf US-Beamte und wiesen darauf hin, dass die Befunde noch nicht endgültig seien. Der Angriff ereignete sich in dieser Woche. In der Folge sei mindestens ein System kurzzeitig offline gewesen. Es gebe aber keine ausdrückliche Aufforderung an die Einwohner von Minnesota, ihren Trinkwasserverbrauch anzupassen, hieß es.
US-Präsident Donald Trump sagte bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, er denke nicht, dass der Iran dahinterstecke. Er würde die Schuld bei dem Bundesstaat und dessen demokratischem Gouverneur Tim Walz sehen. Trump, der Walz in verschiedenen Zusammenhängen wiederholt kritisiert hatte, warf der Führung Minnesotas Inkompetenz vor. Der Iran habe größere Probleme, als sich um Minnesota zu sorgen, sagte er.
Die „Washington Post“ erinnerte indes daran, dass der Iran die Vereinigten Staaten seit dem Ende Februar von den USA und Israel gemeinsam begonnenen Krieg aktiv mit Cyberattacken ins Visier genommen hat – auch wenn diese oft keine Schlagzeilen machen. Die US-Behörde für IT-Sicherheit teilte schon vor Monaten mit, dass Hacker mit Verbindungen zum Iran Cyberangriffe auf die kritische Infrastruktur der USA durchführten. Neben Anlagen der Wasserversorgung sind demnach auch der Energiesektor und Regierungsbehörden betroffen.
Ukrainische Seedrohnen werden für US-Armee gebaut
Ein amerikanischer Hersteller wird erstmals mit der Produktion von Drohnenbooten für das Pentagon beginnen, die von der Ukraine entwickelt und im Kampfeinsatz erprobt wurden, berichtet die „Financial Times“. Die als „Magura“ bezeichneten Drohnenboote werden von dem in Portland, Oregon, ansässigen Unternehmen ReconCraft hergestellt, das Boote für Spezialeinheiten produziert. Eine Absichtserklärung zwischen ReconCraft und dem „Magura“-Hersteller Uforce wurde vergangene Woche in der ukrainischen Botschaft in Washington unterzeichnet, so die Zeitung.
Trump will Export von Elektroschrott stoppen
US-Präsident Donald Trump will den Export von alten Batterien und Elektroschrott stoppen, um die heimische Recyclingindustrie zu stärken und die Abhängigkeit von kritischen Mineralien aus China zu verringern. Trump habe am Donnerstag eine entsprechende Anordnung unterzeichnet, sagten zwei Insider aus dem Weißen Haus. Der Erlass ermächtigt das Handelsministerium, die Ausfuhr der Abfälle zu verbieten. Die Regierung wolle damit sicherstellen, dass wertvolle Materialien wie Wolfram und zerkleinerte Batterieteile – die in der Branche als schwarze Masse bekannt sind – an US-Recyclingunternehmen gehen, erklärten die Insider weiter.

