Schwere Hitzegewitter mit Sturmböen und Hagel haben in mehreren Teilen Deutschlands Bäume entwurzelt und Straßen überflutet. Polizei und Feuerwehr rückten im Norden, Osten und Süden des Landes zu Hunderten von Einsätzen aus. Ein Mann starb, zahlreiche weitere Menschen sind noch vermisst.

In der Sächsischen Schweiz wurde bei einem Unwetter nahe der Felsenbühne in Rathen ein Mann von einem Baum erschlagen, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Ein Sprecher der Rettungsleitstelle Dresden sagte, das Unglück habe sich
in einem Zugangsweg zur Felsenbühne in Rathen ereignet.

Die Einsatzkräfte vermuten, dass noch mehrere Menschen von Bäumen
eingeschlossen sind. Das Gelände dort ist felsig. Die Polizei sucht mit Hubschraubern und Wärmebildkameras nach Vermissten, aber die Dunkelheit erschwert die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Lage sei sehr unübersichtlich, sagte ein Polizeisprecher. 

Der Luftkurort Rathen liegt direkt an der Elbe, nahe der bekannten
Felsenformation Bastei. In dem Ort befindet sich auch die Felsenbühne, eines der größten Freilichttheater Sachsens. Die Felsenbühne sagte bis Montag alle Vorstellungen ab.

Feuerwehreinsätze in Stuttgart und Hamburg

Auch in Stuttgart und Hamburg hielten schwere Gewitter die Feuerwehren auf. In Stuttgart stürzten Bäume auf Autos, Stromleitungen und Straßen. Unterführungen wurden überflutet. Die Feuerwehr zählte etwa 50 Einsätze, die nach Dringlichkeit abgearbeitet wurden. In Hamburg rückte sie zwischen 18.30 und 21 Uhr zu 85 Einsätzen wegen Wasser aus. Bei zwölf weiteren Einsätzen drohten Zäune oder Dachziegel zu fallen. Besonders betroffen waren die Randgebiete im Süden und Norden der Stadt.

© Lea Dohle

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Der Deutsche Wetterdienst hatte für Baden-Württemberg kräftige Niederschläge und Sturmböen angekündigt. Möglich waren örtlich schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde, Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter und Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter, vereinzelt bis zu 40 Litern. Für Hamburg veröffentlichte der Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung. Nach aktuellem Stand meldeten die Feuerwehren in Stuttgart und Hamburg keine Verletzten.

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