Der Hangrutsch von der Straße Grünewalder Berg hin zur Luisenstraße ist weiterhin Thema für die Menschen im Viertel und auch für die Stadt. Noch immer ist die Ursache unklar. Das Technische Hilfswerk war am Mittwoch stundenlang vor Ort im Einsatz, zog am Abend aber wieder ab.
Laura Dicke, Pressesprecherin der Stadt, erklärt, dass das Gerüst noch immer steht. Der Aufbau dieses sei von der Stadt beauftragt worden. Die Arbeiten an der Stützmauer waren planmäßig notwendig, da die Mauer in dem betroffenen Bereich eine Schiefstellung vorwies. Durch den Hangrutsch ist das Gerüst allerdings getroffen und beschädigt worden. „Das THW sollte das Gerüst abbauen“, erklärt Stadtsprecher Thomas Eiting. Das THW war mit schwerem Gerät, unter anderem mit einem Kran, vor Ort. „Die stellten aber fest, dass sie nicht das richtige Equipment hatten“. Aus diesem Grund rückte das THW am Mittwochabend wieder ab. Nun soll eine Spezialfirma engagiert werden, die das Gerüst zurückbaut.
Außerdem wird das Sanierungskonzept für die Stützmauer überarbeitet. Die Straße Grünewalder Berg ist mittlerweile wieder bis auf die Absperrung der Baustelle freigegeben. Derzeit ist ein Betreten des Innenhofes des Gebäudes an der Luisenstraße Hausnummer 94 nicht möglich. Bewohnerinnen und Bewohner haben allerdings über einen Umweg Zutritt zu ihren Wohnungen.
„Das Gerüst stand dort, weil der Hang gemacht werden soll“, erklärt Eiting. „Die Mauer sollte saniert werden, also der Bedarf war bekannt.“ Im Zuge des ursprünglichen Sanierungskonzepts ist es dabei zum Hangrutsch gekommen.
Laut Geotechniker gibt es keine akute Rutschgefahr
Nach Prüfung eines Geotechnikers besteht aktuell allerdings keine weitere akute Rutschgefahr für den Hang.
„Wir haben überlegt, ob wir evakuieren müssen“, erklärt Eiting. Allerdings hätte die Überprüfung des Geotechnikers ergeben, dass dies nicht nötig sei. Die Gefahr, dass sich ein Stein löse, gebe es aber immer.
Aufmerksame Passanten haben sicherlich ein Loch in der Straße bemerkt, durch das man bis in den Hinterhof der Luisenstraße 94 sehen kann. Dieses ist aber nicht durch herabfallendes Geröll entstanden, so Thomas Eiting. „Das war absichtlich gemacht worden“. Die Öffnung im Gehweg war also Teil der geplanten Bauarbeiten und ist nicht infolge des Mauersturzes verursacht worden. „Das Loch sollte wieder verfüllt werden“, erklärt Eiting.
„Die Straße Grünewalder Berg ist mittlerweile wieder wie Dienstag befahrbar, die Vollsperrung war nur für den Kraneinsatz“, erklärt Florian Kötter, Büroleiter der Oberbürgermeisterin. „Der Planer überarbeitet das Sanierungskonzept für die Wand. Dies hatten wir uns eben noch durch den Geotechniker bestätigen lassen.“
Wie lange es nun in dem Bereich zu Einschränkungen kommt, ist noch unklar. Angaben zum Zeitplan konnte Thomas Eiting noch nicht machen.