In Hamburg bauen sie demnächst ein neues Opernhaus, obwohl niemand danach gefragt hat. Schließlich gibt es in der Stadt ja längst eine Oper. Klar, auch an diesem Musentempel nagt der Zahn der Zeit, wie in so vielen deutschen Großstädten. Demnächst wird der Orchestergraben renoviert und ein Außenfahrstuhl angebracht, alles ohne öffentlichen Streit um Nutzen und Notwendigkeit. Bei einer allfälligen Generalsanierung wäre das vielleicht anders gekommen. Zum Glück aber hat Milliardär Klaus-Michael Kühne im Senat angerufen und angeboten, das gute Stück mal eben neu zu bauen. Kostenpunkt: bis zu 340 Millionen Euro. Geschenk an die Stadt.