Der Rhein in Düsseldorf hat am Samstagvormittag erst seinen acht Jahre alten Rekord gebrochen und kurz darauf einen neuen historischen Tiefstand erreicht. Um Punkt 11 Uhr war es so weit, der Pegel stand bei nur noch 22 Zentimeter. Und nur 15 Minuten später zeigte die Pegeluhr gar nur noch 20 Zentimeter an. Der bisher niedrigste gemessene Wert waren 23 Zentimeter am 23. Oktober 2018.

Ist es bei einem solch niedrigen Pegelstand, die andere Rheinseite durch den Fluss watend zu erreichen? Nein, natürlich nicht.

Die tatsächliche Wassertiefe errechnet sich laut Stadt Düsseldorf durch die folgende Formel: Pegelstand + 250 Zentimeter – GLW = Wasserstand in der Fahrrinne in Zentimeter. Der Wert für GLW (Gleichwertiger Wasserstand) liegt in Düsseldorf bei 91 Zentimetern, ergibt nach Adam Riese bei einem Pegel von 20 Zentimeter also eine Wassertiefe von 1,79 Meter.

Das ist ein Zentimeter weniger als der bisherige Rekord-Tiefstand dieses Pegels ebenfalls vom 23. Oktober 2018, wie aus den Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Im weiteren Tagesverlauf soll das Wasser laut Prognose aber wieder etwas steigen.

In Duisburg-Ruhort sank der Pegelstand zum ersten Mal wieder auf sein bisheriges historisches Tief von 153 Zentimetern. Unterschritten werden soll er entgegen vorherigen Erwartungen aber nun nicht mehr.

Das Niedrigwasser könne das Bruttoinlandsprodukt zwischen Juli und September um 0,1 bis 0,2 Prozent dämpfen, sagt Stefan Kooths, Direktor der Forschungsgruppe Konjunktur und Wachstum am Kieler Institut für Weltwirtschaft. „Man kann den Wertschöpfungsausfall grob auf 1 bis 2 Milliarden Euro im dritten Quartal beziffern.“