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Generalprobe geglückt! Zweitligist Dynamo Dresden schlägt eine Woche vorm Saisonstart Bundesligist Union Berlin mit 2:1.

Im Vergleich zum XXL-Test vor einer Woche gegen Cottbus gibt´s nur eine einzige Änderung in der Start-Elf: Kaan Inanoglu erhält auf der rechten Bahn den Vorzug vor Jakob Lemmer. Damit scheinen die Plätze für die Anfangs-Formation zum Liga-Start kommenden Sonntag beim 1. FC Nürnberg mehr oder weniger vergeben zu sein.

Den Ton gibt allerdings erstmal Union an. Obwohl die Berliner erst in drei Wochen in die Bundesliga-Saison starten, haben sie deutlich mehr Ballbesitz, lassen die SGD kaum zur Entfaltung kommen.

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Fast folgerichtig die Führung für die Gäste: Nach einer Flanke von rechts köpft Tom Rothe am langen Pfosten ein (19.). Sein Gegenspieler Jonas Sterner dabei zu passiv. Allerdings schlägt Dynamo Dresden postwendend zurück. Über Inanoglu und Sterner landet der Ball bei Niklas Hauptmann, der Neu-Kapitän vollstreckt sehenswert (22.).

Dabei bleibt´s bis zum Pausenpfiff, obwohl Union deutlich mehr vom Spiel hat. „Das ist ein sehr guter Härtetest gegen eine sehr physische Mannschaft. Da müssen wir uns wehren, machen das aber bis jetzt sehr ordentlich“, meinte Sportchef Sören Gonther in der Halbzeitpause im MDR.

Torjäger Vincent Vermeij (l.) ballt nach seinem Treffer die Siegerfaust

Torjäger Vincent Vermeij (l.) ballt nach seinem Treffer die Siegerfaust

Foto: Renner/City-Press

Ulf Kirsten sah´s zumindest etwas kritischer. „Wir haben uns zu sehr hinten reindrängen lassen, hatten bis auf eine Phase nach dem Ausgleich kaum Ballbesitz und vor allem viele Standards zugelassen“, fand Dynamos Sturm-Legende. „Union hat sehr körperbetont gespielt und den Ball gut laufen lassen. Das ist halt Bundesliga.“

Vermeij köpft zum 2:1

Nach dem Seitenwechsel rückt Elias Bethke für Tim Schreiber ins Tor, der im ersten Durchgang mit zwei guten Reflexen zu überzeugen wusste. Und diesmal der Zweitligist mit dem besseren Start. Nach einer Rossipal-Ecke nickt Vincent Vermeij zum 2:1 ein (52.). Da wurde es den Dynamo-Fans unter den 25.000 Zuschauern bei nur 19 Grad und Dauerregen warm ums Herz.

Es folgte eine wahre Wechsel-Arie, beide Teams tauschten Mitte der zweiten Halbzeit nahezu ihr komplettes Personal. Bei Union kommt u.a. Ex-Dynamo Dmytro Bohdanov. Im Zuge seines Wechsels vor einem Jahr wurde die Partie ins Ablöse-Paket eingebaut. Ein Klassenunterschied ist danach nicht mehr zu sehen. Das Spiel bis zum Schluss ausgeglichen, sogar mit den besseren Chancen für Dresden. Fazit: Das Team von Trainer Thomas Stamm scheint für die neue Zweitliga-Saison gerüstet.