Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko.
Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.

Rettungskräfte sind im Einsatz, um nach russischen Raketenangriffen einen Brand zu löschen.Vergrößern des BildesRettungskräfte sind im Einsatz, um nach russischen Raketenangriffen einen Brand zu löschen. (Quelle: Efrem Lukatsky)

Ukrainische Einheit zerstört russische Güterzüge

Die 20. Brigade der ukrainischen Armee hat nach eigenen Angaben russische Treibstoffzüge weit entfernt von der Front angegriffen. In einem Video heißt es, dass der Angriff mit Drohnen erfolgt sei. Man wolle die Versorgung der russischen Einheiten mit Diesel und Benzin unterbinden, hieß es in dem Video.

Im Video | Ukraine greift Treibstoffzüge an

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Nach russischen Angriffen auf die ukrainische Zivilinfrastruktur hat auch die Ukraine russische Energieanlagen und Transportwege ins Visier genommen. „Dieses Spiel können wir auch spielen. Während der Feind friedliche Ukrainer terrorisiert und zivile Tankstellen in Städten an der Front zerstört, sorgen wir dafür, dass die Besatzer überhaupt keinen Treibstoff mehr bekommen“, erklärte die Brigade in einer Erklärung, die dem Videomaterial beigefügt war. In Russland gibt es bereits lange Schlangen vor Tankstellen.

Klitschko: Raketenangriffe auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der örtlichen Behörden in der Nacht Ziel eines massiven russischen Luftangriffs geworden. „Explosionen in der Stadt. Kiew wird mit ballistischen Raketen angegriffen. Bleibt in den Schutzräumen“, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) im Onlinedienst Telegram. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Explosionen.

Russische Getreidelobby warnt vor Exportstopp

Russlands wichtigste Getreidelobby hat am Freitag vor einem Stopp der Getreideexporte über das Schwarze Meer gewarnt und dies mit ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Schiffe und Häfen begründet. Die Angriffe könnten bald zu einer „vollständigen Blockade der Exportkorridore“ führen, teilte der Verband der Getreideexporteure der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Dies könne zu einem Ausfall von 30 bis 35 Millionen Tonnen russischen Weizens führen, was etwa 15 Prozent des weltweiten Weizenhandels entspreche. Die Störung der Schifffahrt stelle „eine direkte Bedrohung für die globale Ernährungssicherheit“ dar und könne zu Hungersnöten in Afrika und dem Nahen Osten führen.

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