Bielefeld. Die AWO Bielefeld (AWO Kreisverband Bielefeld e. V. und Soziale Dienstleistungen gGmbH) gehört zu den großen Anbietern sozialer Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen in der Stadt.

Der Verband ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Bielefeld eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Im Aufsichtsrat sitzen Karin Schrader (Vorsitzende), Wolf-Eberhard Becker (stellv. Vorsitzender), Anna-Lena Friebe, Pia Nacke und Margret Stücken-Viernau. Den Vorstand bilden Kirsten Hopster (Vorsitzende) und Markus Wrobbel.

Der AWO-Kreisverband Bielefeld betreibt nach eigenen Angaben insgesamt 23 Einrichtungen und engagiert sich zudem in 33 Projekten. Er beschäftigt rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu kommen etwa 400 ehrenamtliche Mitarbeiter. Fast die Hälfte aller Beschäftigten ist laut der AWO-Vorstandsvorsitzenden Kirsten Hopster im Schulkontext tätig: Schulsozialarbeit, offene Ganztagsgrundschule (OGS) und Schulbegleitung.

Erster Lichtblick: Insolvenzgeld verschafft AWO Bielefeld drei Monate Luft

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Sechs verschiedene Fachbereiche

Das Angebot der AWO Bielefeld ist in insgesamt sechs Fachbereiche unterteilt: Quartier und Begegnung: Begegnungszentren für Senioren und Mehrgenerationenhaus, Stadtteilzentren, dem Bielefelder Modell (Wohnen mit Versorgungssicherheit).

Kinder, Jugend und Familie: Betrieb einer Kindertagesstätte, Dienst Schulbegleitung, Trägerschaft des Offenen Ganztags an insgesamt 25 Grundschulen in Bielefeld, Familiengrundschulzentren, Schulsozialarbeit an 13 Schulen, Beratungsstelle Wegweiser im Auftrag des Innenministeriums.

Beratung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte: Beratungsstellen, Jugendmigrationsdienst.

Soziale Hilfen und Beratung: Frauenhaus, ambulante Eingliederungshilfe, Betreuungsverein, ambulanter Hospizdienst.

Bildung und Qualifizierung: Weiterbildungswerk, Sprachqualifizierung, IQ – Integration durch Qualifizierung

Innovation und Entwicklung: Impulsteam für Projektentwicklung, Stabsaufgaben Digitalisierung, KI, Social Media, Schutzkonzepte (Kinder- und Gewaltschutz).

Mehr zum Thema: AWO Bielefeld ist insolvent – mehr als 800 Mitarbeiter von Schieflage betroffen

Mehr als 100 Mitarbeitende in der ambulanten Pflege

Die AWO Bielefeld Soziale Dienstleistungen gGmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des AWO-Kreisverbandes Bielefeld. Sie übernimmt für den Verband Leistungen im Bereich der ambulanten Pflege an mehreren Standorten. In der Gesellschaft sind laut Pressemitteilung derzeit 105 Mitarbeiter und zwei Auszubildende beschäftigt.

Einen großen Teil ihrer Leistung erbringt die AWO Bielefeld für die Stadt. Kostenträger ist die Stadtverwaltung bei der OGS, Schulsozialarbeit, Seniorenarbeit, Quartiersarbeit, diversen Stadtteileinrichtungen, Schulassistenz, Straffälligenhilfe, sozialpädagogischer Familienhilfe, Sprachcamps und dem Frauenhaus.

Stadt Bielefeld in engem Kontakt mit AWO-Geschäftsführung

„Der AWO-Kreisverband war immer ein sehr verlässlicher Partner für uns, und ich bin mir sicher, dass er es auch in Zukunft sein wird. Es ist gut, dass der Träger zusichert, sämtliche Leistungen weiterhin in der gewohnten hohen Qualität erbringen zu können. Das verhindert Schaden für die Klientinnen und Klienten und für die Stadt. Ich setze darauf, dass der AWO-Kreisverband seine Liquiditätsprobleme mithilfe des Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung, des Insolvenzgelds und der notwendigen Anpassungen möglichst schnell überwinden kann. Wir stehen im engen Kontakt mit der Geschäftsführung“, erklärt Sozialdezernent Ingo Nürnberger auf NW-Anfrage.