Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukrainischer Rapper wehrt sich gegen Einberufung

Von T. Schibilla, J. Seiferth, F. Michalski, M. Lattemann, M. Küper, C. Siemer, C. Cöln, A. Janzen, T. Wanhoff, S. Cleven, J. Hartung, J. Fischer

Aktualisiert am 02.08.2026 – 04:11 UhrLesedauer: 25 Min.

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Der ukrainische Rapper Zipulya ist offenbar einberufen worden. (Quelle: instagram/Zipulya_official)

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Ein ukrainischer Rapper will nicht in den Krieg ziehen. Ein Schiff des russischen Atomkonzerns Rosatom sinkt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Rapper wehrt sich gegen Einberufung

Der Kiewer Rapper Zipulya, bürgerlicher Name Andriy Posysaev, ist in die ukrainische Armee einberufen worden. Das geht aus einem Beitrag auf seinem Instagram-Kanal hervor, über den Meduza.io berichtet. Sein Umfeld wirft den Behörden vor, die Einberufung sei illegal gewesen.

In dem Post heißt es: „Andriy wurde illegal mobilisiert. Er ‚bestand‘ die VLK [militärische Medizinkommission] in fünf Minuten – diensttauglich. Er hatte ein Internat für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen besucht. Leider war es ihm nicht möglich, einen Behindertenausweis oder eine Diagnose zu erhalten … Niemand berücksichtigt das!“

Zipulya war im ukrainischen Internet vor allem durch Songs wie „Nu nichego strashnogo, tyau-tyau-tyau“ („Na, nichts Schlimmes, tyau-tyau-tyau“ – ein Ausdruck, der selbst zum Meme wurde), „Rybaki vnizu lovyat okunya“ („Fischer unten fangen Barsche“) und „Zanimayus sportom ya“ („Ich treibe Sport“) bekannt geworden.

Ukraine versenkt Schiff im Asowschen Meer

Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und „dank der Treffsicherheit“ ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.

Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs. Das Schiff sei mit zwei Drohnen mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk angegriffen worden. „Das war ein ganz gewöhnliches, ziviles Containerschiff, das in internationalen Gewässern zivile Güter transportierte“, behauptete Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Er warf Kiew Piratentum und Seeräuberei vor. Die 17 Besatzungsmitglieder seien von einem anderen Schiff und Marinefliegern der russischen Schwarzmeerflotte gerettet worden.

Selenskyj gab auch an, dass Infrastruktur von drei Raffinerien in der russischen Teilrepublik Baschkortostan getroffen worden sei. Republik-Chef Radi Chabirow teilte bei Telegram mit, dass Trümmerteile einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in ein Industriegebiet in Ufa gestürzt seien. Er sprach von Rauchbildung in der Folge, Verletzte gebe es nicht.

Trump: Können uns nehmen, was wir wollen

US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine gedroht, die USA könnten sich jederzeit an den natürlichen Ressourcen des Landes bedienen. In einem Interview mit dem rechten US-Sender Real America’s Voice sprach Trump das Abkommen an, das die USA mit der Ukraine geschlossen haben.

US-Präsident TrumpVergrößern des BildesUS-Präsident Donald Trump: Der Republikaner rudert in seiner Ukraine-Politik hin und her. (Quelle: Jacquelyn Martin/AP/dpa/dpa-bilder)