Es ist der Albtraum vieler Menschen. Ein Dieb bricht in die eigenen vier Wände ein, durchwühlt die Schränke, klaut Wertsachen und Erinnerungsstücke. Und nimmt darüber hinaus noch etwas anderes wichtiges mit: Das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden. In den vergangenen beiden Jahren gab es in Augsburg im Schnitt jährlich etwa 100 Wohnungseinbrüche. 2024 waren es laut Polizeistatistik 102, 2025 dann 106. Die Fallzahlen im ersten Halbjahr 2026 seien im Vergleich zu 2025 leicht gestiegen.

Besonders häufig wurde laut Polizei im vergangenen Jahr in Augsburg in Mehrfamilienhäuser mit acht Parteien und mehr eingebrochen (60 Fälle), weil sie eine gewisse Anonymität bieten. Daneben auch in freistehende Einfamilienhäuser (28 Fälle), die häufig mehrere Angriffspunkte wie Terrassen- und Balkontüren oder Kellerfenster böten und oftmals in ruhigen Wohngebieten mit hohen Hecken liegen, die den Tätern Schutz bieten.

Einbruch in Augsburg: Täter kommen wieder seltener tagsüber

Die Zahl der Einbrüche, die untertags begangen wurden, hat sich nach einem deutlichen Ausreiser im Jahr 2024 wieder auf dem Niveau der Vorjahre eingependelt. Deutlich häufiger als Wohnungseinbrüche sind laut Polizei schwere Diebställe aus Boden-und Kellerräumen und Waschküchen, von denen es 2025 183 im Stadtgebiet gab.

Von der Polizei heißt es, es gebe in der Bevölkerung durchaus ein Bewusstsein, dass man Opfer eines Einbruchs werden könne. Auch die Empfehlungen zum Schutz seien vielen Menschen bekannt. „Eine Herausforderung bleibt jedoch, dass entsprechende Sicherungsmaßnahmen in der Praxis häufig erst dann umgesetzt werden, wenn bereits ein Einbruch oder ein versuchter Einbruch stattgefunden hat.“

Sicherheit in Augsburg: Kripo bietet kostenlose Beratungstermine an

Um hier zu unterstützen, biete die Kripo in Bayern kostenlose Beratungstermine direkt bei den Interessenten Zuhause an. Denn entscheidend sei nicht eine einzelne Technologie, sondern das abgestimmte Zusammenwirken aller Sicherungsmaßnahmen. Eine Kamera, eine Alarmanlage oder ein Smart-Home-System allein seien in der Regel nicht die Lösung. Ihre Wirkung entfalteten diese Systeme vor allem dann, wenn ihre jeweiligen Aufgaben sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

Das wichtigste sei eine gute mechanische Sicherung, so die Polizei. Denn die Praxis zeige, dass sich manche Täter selbst durch optische und akustische Alarme nicht abschrecken ließen. „Wir stellen außerdem fest, dass die Funktionsfähigkeit von Sicherungseinrichtungen und Kameras nicht immer regelmäßig überprüft wird und teilweise erst nach einer Tat auffällt, dass Anlagen bereits seit längerem ausgefallen waren.“