TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
München – Der erste Punkt ist auf dem Konto: Beim Liga-Auftakt in der Regionalliga in Schweinfurt erkämpfte sich 1860 München ein 2:2. Es ist der erste Pflichtspielpunkt der neuen Löwen seit dem Absturz aus der dritten Liga, der Insolvenz der Fußballlizenz-Firma (KGaA) und der Neugründung der Fußballbetriebsgesellschaft (GmbH). Doch jetzt droht ein bitterer Abschied.
BILD weiß: Löwen-Talent Samuel Althaus (20) liegt ein Angebot von Zweitliga-Absteiger Preußen Münster vor, er soll dort einen Vertrag über drei Jahre unterschreiben. Nach BILD-Infos steht eine Ablöse von 150.000 Euro im Raum.
Löwen-Juwel als Schnäppchen!
Doch von diesem Geld sehen die neuen Löwen keinen Cent. Denn: Althaus, der seit 2021 sämtliche Jugendmannschaften der Löwen durchlief und letzte Saison zum Profi wurde, hat weiterhin nur einen Vertrag mit der KGaA. Da sich diese in der Vorinsolvenz befindet, gehört Althaus zu den sogenannten „Assets“ (Vermögenswerten). Bei einem Verkauf fließt das Geld in die Insolvenzmasse der KGaA, daher ist auch eine Weiterverkaufsbeteiligung sinnlos.
Fakt ist: Experten sehen Althaus als großes Talent (aktueller Marktwert 400.000 Euro), neben Münster soll auch der Schweizer Vizemeister Lugano heiß auf ihn sein. Die neuen Löwen haben es nicht geschafft, ihn davon zu überzeugen, mit der neuen GmbH einen Vertrag zu schließen, und gehen daher leer aus.
Dauerkarten-Boom hält an
Die aktuellen Zahlen der verkauften Dauerkarten hingegen lassen hoffen: Über 8000 sind jetzt verkauft – mehr als noch im Mai, als die Fans von Drittliga-Fußball im Grünwalder Stadion ausgegangen sind. Bei 9500 Tickets wird der Verein allerdings nach BILD-Infos auf die Bremse drücken. Denn: Ins Grünwalder Stadion passen 15.000 Zuschauer. Ein Gästekontingent (5 Prozent der Sitzplatzkarten und 10 Prozent der Stehplatzkarten) muss gewährleistet sein, dazu Tageskassentickets und VIP-Karten.