Bielefeld. Viele Jöllenbecker und Jöllenbeckerinnen wundern sich über die mit Vorhängeschlössern gesicherten weiß-grauen Kästen. Sie sind vor Kurzem an Masten in Nähe des Marktplatzes angebracht worden. Dabei handelt es sich um Zählgeräte, die das Bielefelder Amt für Verkehr aufgestellt hat. Im Juni teilte die Behörde mit, dass es im Stadtteil ein Pilotprojekt zur Verkehrsführung und Gestaltung des Marktplatzes geben wird. Beginn ist am Montag, 24. August. Das Projekt endet am 2. Oktober.
Vorangegangen sind eine Online-Umfrage, ein Aktionsstand und zwei Workshops. Die zeitlich begrenzten Veränderungen, die nun umgesetzt werden, wurden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erarbeitet. Ziel ist, die Sicherheit und Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz zu verbessern. Grundlage ist das Forschungsprojekt „Konflikte um Straßen und städtischen Raum bei der Umgestaltung zur 15-Minuten-Stadt“.
Die Planung umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Bausteine, die die Verkehrssituation verbessern sollen. Vorgesehen sind zwei Fahrbahneinengungen auf der Amtsstraße, eine befindet sich gegenüber der „Jürmker“ Bücherstube. Dadurch fallen Parkplätze weg. Die ansässigen Geschäftsleute wollen erst einmal sehen, wie alles funktioniert. Sie weisen darauf hin, dass in unmittelbarer Nähe über 40 öffentliche Parkplätze zur Verfügung stehen.
Zusätzliche Behindertenparkplätze in Jöllenbeck
Die Fahrbahnbreite bleibt erhalten. Die Einengungen sollen zu einer Verlangsamung führen und Fußgängern das Überqueren der Fahrbahn erleichtern. Außerdem soll der Durchgangsverkehr verringert werden. Insgesamt fallen während der Experimentierphase neun Parkplätze weg, dafür werden zwei Behindertenparkplätze zusätzlich ausgewiesen.
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Was Anwohner immer wieder ärgert, ist die mitunter lange Wartezeit an der Amtsstraße, Ecke Dorfstraße. Wer dort morgens oder im Feierabendverkehr links abbiegen will, muss mit langen Wartezeiten rechnen. Außerdem bildet sich ein Rückstau, in dem häufig auch Rechtsabbieger und Linienbusse feststecken. Zukünftig soll versuchsweise ein Rechtsfahrgebot gelten: Linksabbieger müssen dann bis zum Kreisel Vilsendorfer-, Eickumer Straße fahren – und kommen dann auf die Dorfstraße.
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Auf dem Jöllenbecker Marktplatz ist ein Spiel für Kinder nur in Form von Straßenmalerei vorgesehen. Die Aufstellung von Spielgeräten, Sitzmöbeln oder Blumenkübeln auf dem Platz ist nicht möglich, weil dort regelmäßig Wochen- und Flohmärkte stattfinden. Dies kann nur am Rand der Fläche verwirklicht werden, wo auch Fahrradbügel aufgestellt werden sollen.