Rapper wehrt sich gegen Einberufung
Der Kiewer Rapper Zipulya, bürgerlicher Name Andriy Posysaev, ist in die ukrainische Armee einberufen worden. Das geht aus einem Beitrag auf seinem Instagram-Kanal hervor, über den Meduza.io berichtet. Sein Umfeld wirft den Behörden vor, die Einberufung sei illegal gewesen.
In dem Post heißt es: „Andriy wurde illegal mobilisiert. Er ‚bestand‘ die VLK [militärische Medizinkommission] in fünf Minuten – diensttauglich. Er hatte ein Internat für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen besucht. Leider war es ihm nicht möglich, einen Behindertenausweis oder eine Diagnose zu erhalten … Niemand berücksichtigt das!“

Der ukrainische Rapper Zipulya ist offenbar einberufen worden. (Quelle: instagram/Zipulya_official)
Zipulya war im ukrainischen Internet vor allem durch Songs wie „Nu nichego strashnogo, tyau-tyau-tyau“ („Na, nichts Schlimmes, tyau-tyau-tyau“ – ein Ausdruck, der selbst zum Meme wurde), „Rybaki vnizu lovyat okunya“ („Fischer unten fangen Barsche“) und „Zanimayus sportom ya“ („Ich treibe Sport“) bekannt geworden.
Ukraine versenkt Schiff im Asowschen Meer
Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und „dank der Treffsicherheit“ ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.
Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs. Das Schiff sei mit zwei Drohnen mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk angegriffen worden. „Das war ein ganz gewöhnliches, ziviles Containerschiff, das in internationalen Gewässern zivile Güter transportierte“, behauptete Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Er warf Kiew Piratentum und Seeräuberei vor. Die 17 Besatzungsmitglieder seien von einem anderen Schiff und Marinefliegern der russischen Schwarzmeerflotte gerettet worden.
Selenskyj gab auch an, dass Infrastruktur von drei Raffinerien in der russischen Teilrepublik Baschkortostan getroffen worden sei. Republik-Chef Radi Chabirow teilte bei Telegram mit, dass Trümmerteile einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in ein Industriegebiet in Ufa gestürzt seien. Er sprach von Rauchbildung in der Folge, Verletzte gebe es nicht.
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