Die Vorrunde ist vorbei, jetzt beginnt bei der U18-WM in Rumänien die heiße Phase. Deutschlands Handball-Mädels haben nach der (24:27) Niederlage gegen Spanien zwar einen Dämpfer kassiert, stehen aber weiter voll im Rennen um das Viertelfinale. In der Hauptrunde warten am Montag und Dienstag mit Montenegro und den Niederlanden (jeweils 17.30 Uhr, live Dyn) zwei echte Prüfsteine.

Für Bundestrainer Gino Smits (62/Vater von Gummersbachs Bundesliga-Star Kay Smits) sind die Aufgaben klar: „Das werden zwei Endspiele.“ Während die Spielerinnen am Sonntag freiwillig und selbstständig im Teamhotel noch einmal die Fehler aus dem Spanien-Spiel analysierten, richtete sich der Blick des Trainers bereits nach vorn. Sein Rezept für die beiden Hauptrunden-Kracher: „Wir werden mit heißem Adler-Herz kämpfen, müssen dabei aber kühlen Kopf bewahren. Wir werden beides brauchen.“

Handball: Kampf ums Viertelfinale, Deutschland hat jetzt zwei WM-Endspiele

Vor allem die erste Halbzeit gegen Spanien hat den Bundestrainer geärgert. Zu wenig Aggressivität in der Abwehr, zu viel Hektik im Angriff. Nach einer starken Phase fehlte am Ende schließlich die Ruhe, um die entscheidenden Punkte mitzunehmen. Jetzt zählt nur noch die Hauptrunde! Am Montag geht es gegen Montenegro, einen körperlich starken Gegner. Smits warnt: „Wir treffen auf einige Kampfmaschinen, gegen die es manchmal auch weh tut.“ Spielmacherin Fine Stenzel (17/Neubrandenburg) hat bereits einen Plan: „Wir müssen schlau spielen und mit gutem Laufspiel der Härte aus dem Weg gehen.“ Die Enttäuschung über die Spanien-Pleite ist im deutschen Lager inzwischen verschwunden. Stenzel macht klar: „Wir wandeln sie im Team in ganz viel Wille um. Wir haben es selbst in der Hand, die Situation wieder zu drehen.“

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Für Bundestrainer Smits sind genau solche Spiele der Grund, warum internationale Turniere so wichtig sind: „Das sind die Spiele, auf die wir uns freuen und die wir brauchen. Aus ihnen lernt man am meisten.“ Damit die durchwachsene Trefferquote aus den ersten Spielen besser wird, gab es fürs Team noch einmal ein extra Wurftraining. Stenzel: „Das hat gut getan.“