Dass das Projekt eine gute Idee ist, zeigt laut Bürgermeister der Erfolg der vergangenen beiden Jahre. Im vergangenen Jahr seien laut Bürgermeister nach dem Probewohnen zehn Mietverträge geschlossen worden. Das seien Familien und Einzelpersonen verschiedenen Alters gewesen. Teilweise würde sie in Guben arbeiten, in zwei Fällen würden sie ihre Rente in der Stadt genießen.
„Natürlich zielen wir in erster Linie auf Arbeitskräfte ab, um einfach auch dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken“, so der Bürgermeister, „denn unsere Ressource aus Polen wird auch immer dünner, was Arbeitskräfte betrifft.“
Bedeutend bei der Aktion sei vor allem, dass Teilnehmer anderen davon erzählen. „Dieser Multiplikator-Effekt ist eigentlich für uns vielleicht noch wichtiger als das eigentliche Wohnen insgesamt.“ Laut Kerstin Geilich, der Geschäftsführerin des Marketing und Tourismus e.V., seien nach dem ersten Probewohnen Familien nach Guben gezogen, die nicht am Probewohnen teilgenommen hatten. Sie seien durch die Berichterstattung auf die Stadt aufmerksam geworden.
Ähnliche Projekte gibt es inzwischen auch in anderen Städten in Brandenburg, zum Beispiel in Spremberg (Spree-Neiße) und Eisenhüttenstadt (Oder-Spree).