Dass Shinta Appelkamp kein Mann ist, der sich ins Rampenlicht drängt oder sich selbst über große Ansagen definiert, wissen die Fortuna-Fans schon seit Jahren. Der langjährige Spielmacher der Düsseldorfer setzt nach dem Abstieg seines Jugendklubs in Fürth zum Neustart an. Am Wochenende beginnt nicht nur für Fortuna die Pflichtspiel-Saison, auch in der Zweiten Liga steht der Auftakt an. Für Appelkamp und seine neuen Teamkollegen geht es am ersten Spieltag an das Millerntor – es wartet beim Aufeinandertreffen mit Bundesliga-Absteiger St. Pauli eine harte Nuss auf die Kleeblätter. Zuvor äußerte sich Appelkamp aber erstmals im Detail zu der Situation rund um den Fortuna-Abstieg und seiner Entscheidung, Düsseldorf anschließend den Rücken zu kehren.
Im Gespräch mit den „Nürnberger Nachrichten“ erklärt der 25-Jährige, dass „es total schmerzt“, Düsseldorf verlassen zu haben. Wieso er sich letztlich dazu entschieden hat, diesen Schritt zu wählen, führt der Mittelfeldspieler ebenfalls aus: „Nicht nur sportlich, sondern auch als Mensch, dass ich mal rauskomme, dass ich mich noch mehr weiterentwickeln kann.“ Nach den Geschehnissen rund um den dramatischen Abstieg Mitte Mai – ausgerechnet in Fürth – war Appelkamps Impuls: „Es war jetzt der Zeitpunkt gekommen, dass ich gesagt habe, ich muss mal einen Cut setzen – auch wenn es total schmerzt.“
Auch zu den vielen, zum Teil auch unschönen, Fan-Reaktionen nach dem Abstieg bezieht Appelkamp Stellung. Allerdings reagiert er auch darauf mit seinem gewohnt gemäßigten Ton: „Das war natürlich kein schönes Gefühl, aber ich kann das alles sehr gut und professionell einordnen.“ Zum Abstieg ergänzt der einstige U21-Nationalspieler: „Es ist natürlich traurig, wie es alles abgelaufen ist, aber es ist einfach so gekommen, wie es kommen sollte. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Nach elf Jahren im Fortuna-Trikot steht nun für Appelkamp das erste Pflichtspiel seiner Profikarriere für einen anderen Verein an. Der Abgang des Düsseldorfer Urgesteins war einer der Wechsel, der einigen Fans zunächst geschmerzt hat. Mittlerweile scheinen aber beide Seiten damit konform zu gehen, dass ein Neuanfang generell ein guter Schritt für alle Beteiligten ist.