In diesem Jahr wollten sie die WM, die ursprünglich in Abu Dhabi stattfinden sollte, aufgrund der weiten Entfernung und hohen Kosten eigentlich auslassen, „um uns auf Technik und Taktik zu konzentrieren und alles stabiler aufzubauen“. Als dann vor etwa drei Monaten aber bekanntgegeben wurde, dass die WM aufgrund des Krieges im Nahen Osten nach Berlin verlegt werden soll, hätten sie versucht, „noch spontan Punkte zu sammeln und ein Paar nominiert zu bekommen.“
Die 13 Starter in 27 Disziplinen seien nun „ein unfassbarer Erfolg. Wir können aber nicht erwarten, dass wir wieder in fünf Finals kommen. Wenn wir in ein Finale kommen, wäre das schon ein riesiger Erfolg“, betont Emperhoff.
Dass das Interesse an den „sehr männerdominierten“ Sportarten Kickboxen und Karate auch im weiblichen Bereich weiter steige, freut sie sehr. Im SC Empi sei das Verhältnis im Kampfsport „aktuell bei 51 Prozent Mädchen und 49 Prozent Jungs“, so Emperhoff. „Im Training merkt man das schon immer mehr, der Wettkampf hat noch etwas auf sich warten lassen. Denn der Mut, zum Training zu gehen, ist doch nochmal ein anderer als der Mut, in den Ring zu steigen“, sagt sie mit einem Schmunzeln.