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Jetzt ist auch diese Frage endgültig geklärt – und Morten Behrens (29) bei Drittligist Münster als Stammkeeper und Schenk-Nachfolger offiziell bestätigt…

Preußens neue Nummer 1. Behrens hatte nie Bedenken.

Wochenlang war unter den Anhängern der „Schwarz-Weiß-Grünen“ über die Zukunft und Rolle von Johannes „Jojo“ Schenk (23) in der bevorstehenden Saison diskutiert worden. Verlässt er vorzeitig die Hammer Straße und wechselt zu einem höherklassigen Club oder bleibt er – und dann auch als erster Mann zwischen den Pfosten?

Mit dem Nummern-Tausch vor der Generalprobe gegen den FC Southampton (1:2) machte Chefcoach Thomas Wörle (44) die Entscheidung der „Adlerträger“ nun öffentlich. Schenk wurde die „1“ entzogen und aufs Trikot von „Konkurrent“ Behrens gedruckt, der zuvor die „26“ trug.

Seine Zukunft ist noch offen: Torwart-Talent Johannes „Jojo“ Schenk ist bei Preußen nach wie vor auf dem Absprung

Seine Zukunft ist noch offen: Torwart-Talent Johannes „Jojo“ Schenk ist bei Preußen nach wie vor auf dem Absprung

Foto: picture alliance/HMB Media

Selbst wenn Schenk innerhalb der laufenden Transferperiode, die am 1. September (20 Uhr) endet, keinen anderen Arbeitgeber finden sollte, ist er bei Preußen damit auf dem Abstellgleis. Eine schwierige Situation für den U21-Nationalspieler, der zwischenzeitlich mit verschiedenen Vereinen in Verbindung gebracht wurde. So soll(t)en unter anderem St. Pauli, Braunschweig, Hannover 96, Paderborn, Union und Hertha BSC Berlin sowie zuletzt auch Arminia Bielefeld am talentierten Schlussmann aus der Bayern-Jugend interessiert sein.

Fakt ist jedoch: Bislang liegt für Münsters teuersten Vertragsprofi kein konkretes Angebot vor. Obwohl sich beide Seiten – Spieler und Preußen – um eine für alle Parteien akzeptable Lösung bemühen. Was wohl auch damit zusammenhängt, dass der Torwart-Markt noch nicht so recht in Bewegung geraten ist. Bestes Beispiel: Düsseldorfs Florian Kastenmeier (29/17 Erst- und 194 Zweitliga-Einsätze), der die Fortuna nach dem Abstieg in die 3. Liga verlassen hat und – anders als Schenk – sogar ablösefrei zu haben ist, hängt ebenfalls in der Warteschleife…

Preußens Cheftrainer Thomas Wörle (Foto) hat sich für Morten Behrens als neue Nummer 1 entschieden

Preußens Cheftrainer Thomas Wörle (Foto) hat sich für Morten Behrens als neue Nummer 1 entschieden

Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto

Behrens wiederum hat sich aus diesem Wechselwirrwarr stets rausgehalten. Stattdessen ganz unaufgeregt, selbstbewusst und souverän seine Testspiel-Einsätze bestritten und alle anderen reden lassen. Aus gutem Grund. Der kühle Norddeutsche (aus Bad Segeberg) gibt zu: „Intern war ohnehin alles klar kommuniziert. Ich hatte nie Bedenken, nicht die Nummer 1 zu werden.“ Was keineswegs überheblich klingen soll. Im Gegenteil. Behrens: „Ich habe zu Jojo, genau wie zu unseren beiden weiteren Torhütern Paul Ervens und Matthis Harsmann, ein sehr gutes und kollegiales Verhältnis. Aber jeder war im Vorfeld über diese Entwicklung informiert.“

Nach BILD-Information soll Behrens bereits im Winter, unmittelbar vor seiner frühzeitigen Vertrags-Verlängerung (bis 2028) am 26. Januar, von den Sport-Bossen die „1-Zusage“ erhalten haben. Weil offenbar schon damals angedacht war, Schenk im folgenden Sommer für einen guten Preis zu verkaufen. Dann aber lief die Rückrunde mehr als bescheiden. Durch den Absturz in die Drittklassigkeit verringerte sich auch Schenks Marktwert von 2 auf 1,5 Millionen Euro. Dumm gelaufen…

Münsters Torwart-Trainer André Poggenborg im Gespräch mit Morten Behrens, der sein volles Vertrauen genießt

Münsters Torwart-Trainer André Poggenborg im Gespräch mit Morten Behrens, der sein volles Vertrauen genießt

Foto: Jan Fromme/firo Sportphoto

Wie dem auch sei: Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass Behrens zuletzt als Nummer 1 im Kasten stand. Bei Waldhof Mannheim in der Saison 2021/2022. Anschließend wechselte er als „Schattenmann“ von Kapitän Marcel Schuhen (33) zu Darmstadt 98 und von dort 2024 weiter nach Münster. Bei Preußen war er seitdem lediglich fünfmal in der Startelf. Dazu im November 2025 eine Einwechslung beim Heim-0:0 gegen Schalke, als Schenk wegen Notbremse die Rote Karte sah. Trotzdem ist Torwart-Trainer André Poggenborg (42), genau wie Behrens selbst, die Ruhe in Person: „Ich habe bei Morten keinerlei Bedenken. Er genießt unser volles Vertrauen.“

Bereits beim Saisonauftakt am Samstag in Wehen Wiesbaden (8.8./14 Uhr) kann er das nun erstmals unter Beweis stellen…