Im Regierungsbezirk Karlsruhe hält die Trockenwetterphase weiter an. Hohe Temperaturen und fehlender Niederschlag belasten mehrere Gewässersysteme deutlich. Betroffen sind laut Regierungspräsidium Karlsruhe unter anderem der Kraichbach/Kriegbach und der Saalbach/Saalbachkanal.

Keine Wasserentnahme mehr in Karlsruhe

In den vergangenen Jahren seien diese Gewässer wiederholt über längere Zeit zu trocken gewesen. Teilweise fielen ganze Abschnitte zeitweise trocken. Das hatte starke Folgen für Tiere und Pflanzen und kann zu Fischsterben durch Sauerstoffmangel führen.

„Geringe Abflüsse bei gleichzeitig hohen Temperaturen und fehlender Beschattung erzeugen im Sommer eine Stresssituation für die Gewässerlebewesen“, teilt das Regierungspräsidium in einer Pressemitteilung am Dienstag, 4. August, mit.

Niedrigwasser im Rhein

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Niedrigwasser im Rhein
Foto: Thomas Riedel

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Niedrigwasser im Rhein
Foto: Thomas Riedel

Zudem ruft das Regierungspräsidium Karlsruhe dazu auf, kein Wasser aus den betroffenen Bächen und Flüssen zu entnehmen. Jede Entnahme, sei sie noch so klein, könne die Lage weiter verschlechtern. Die unteren Wasserbehörden in Landratsämtern und Stadtkreisen würden aktuell aktiv über die Situation informieren und sensibilisieren.

Wasser knapp: Flüsse und Bäche sollen beaufsichtigt werden

Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe ist für die Unterhaltung der Gewässer erster Ordnung zuständig. Laut Mitteilung steht der Betrieb dabei vor einem Problem: Kurzfristige Gegenmaßnahmen zeigen kaum Wirkung.

Untersuchungen – etwa zum Saalbach/Saalbachkanal – würden belegen, dass Sofortmaßnahmen nicht helfen. Darum sollen langfristig die empfindlichen Gewässer intensiv beaufsichtigt werden. Das Ziel: Die ökologische Funktion der natürlichen Hauptgewässer soll langfristig gestärkt und erhalten bleiben, damit sie in Mangelsituationen als Rückzugsraum für Flora und Fauna dienen können.

Niedrigwasser in Karlsruhe

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Niedrigwasser in Karlsruhe
Foto: Thomas Riedel

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Niedrigwasser in Karlsruhe
Foto: Thomas Riedel

Wer ist wofür zuständig?

  • Gewässer erster Ordnung (z. B. Saalbachkanal, Kriegbach): Dafür ist der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe zuständig.
  • Gewässer zweiter Ordnung: Hier sind die Städte und Gemeinden verantwortlich.
  • Kontrolle und Regeln rund ums Wasser: Wasserbehörden der Stadt und Landkreise erteilen Genehmigungen, klären Schadensfälle und können bei Bedarf Verbote oder Einschränkungen anordnen – zum Beispiel bei der Wasserentnahme in der Landwirtschaft.

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat eine umfassende Wassermangelstrategie erarbeitet. Weitere Informationen gibt es hier: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/wasser/wasserversorgung/wassermangel