Pater Franklin Rodrigues hat sich gut erholt. Wegen des Alters des 86-Jährigen wurde in Hagenbach besprochen, wie seine Hilfsprojekte in Bhopal weitergeführt werden sollen.

Pater Franklin Rodrigues hat sich nach längerer Krankheit gut erholt. Bei einem Treffen in Hagenbach stand zugleich im Mittelpunkt, wie sein Lebenswerk in Bhopal dauerhaft weitergeführt werden kann. Rodrigues gründete dort vor rund 50 Jahren ein Kinderhilfswerk. Seit fast ebenso langer Zeit unterstützt ihn die Indienhilfe Pater Franklin von Deutschland aus. Dem Verein gehören Initiativen und Einrichtungen aus der Region Hagenbach und Rülzheim, der Verein Fröhliches Kunterbunt sowie die Domschule in Osnabrück an, teilt die Indienhilfe mit.

Mit Blick auf das Alter des 86-Jährigen und nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Hubert Borger sollte bei dem Treffen die Zukunft der Hilfsprojekte gesichert werden. Aus Indien reisten Pater Steevan Dsouza, stellvertretender Generaloberer der Pilar Fathers, Pater Victor Rebello, Provinzial der Provinz Kalkutta und verantwortlich für die Arbeit in Bhopal, und Pater Julius Ferrao aus Augsburg an. Für die Indienhilfe nahmen Franz Xaver Scherrer, Wolfgang Menesklou und Kerstin Köhler teil, außerdem Hans-Erich Klein von Fröhliches Kunterbunt und Sabine Müller von der Domschule Osnabrück.

Pater Franklin soll weiter für Hilfsprojekte stehen

Nach Angaben der Indienhilfe besucht Rodrigues inzwischen „seine Kinder“ wieder regelmäßig in Schulen und Hostels und feiert Gottesdienste. Die Pilar Fathers versicherten, dass seine Arbeit in seinem Sinne weitergeführt wird. Bereits heute tragen Pater Agnel, Pater Alexander und Pater Isaac gemeinsam Verantwortung für Schulen, Hostels, Kindergärten sowie Lepra- und Krankenstationen. „Wir werden die Arbeit mit derselben Überzeugung fortsetzen“, werden Dsouza und Rebello in der Mitteilung zitiert.

Auch die Indienhilfe will ihre Unterstützung fortsetzen und in Kürze einen neuen Vorstand wählen. Wegen sinkender Spendeneinnahmen sollen zudem neue Unterstützer gewonnen werden. Einig waren sich die Beteiligten, dass der Name Pater Franklin auch künftig für die Hilfsprojekte stehen soll.

Gezieltere Förderung durch Vorschläge aus Bhopal

Ein weiteres Thema war die Transparenz. Die Vereinsarbeit erfolgt ausschließlich ehrenamtlich. Spenden fließen vollständig in die Projekte in Indien, die Verwaltungskosten werden über die Mitgliedsbeiträge gedeckt. Künftig sollen Projektvorschläge aus Bhopal eine gezieltere Förderung ermöglichen.