So groß wie 23 Fußballfelder

100 Waldbrände in Hessen seit Jahresbeginn

Aktualisiert am 04.08.2026 – 16:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Waldbrandgefahr-Schild (Symbolbild): Mit den Temperaturen steigt in Hessen auch die Gefahr für Brände. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

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Die nächste Hitzewelle ist da: Rund um Frankfurt zeigt der Waldbrandgefahrenindex am Donnerstag Stufe 5 an. In der Stadt gelten bereits strenge Verbote.

In Südeuropa ist die Katastrophe bereits eingetreten: In Frankreich und Spanien toben schwere Waldbrände, die bereits mehrere zehntausend Hektar Fläche zerstört haben. Auch in Deutschland schauen die Behörden wachsam auf die Wälder. Nach Angaben des hessischen Forstministeriums gab es seit Jahresbeginn etwa 100 Waldbrände in Hessen. Sie betrafen eine Fläche von rund 165.000 Quadratmetern – etwa 23 Fußballfelder.

Und die Gefahr ist nicht gebannt: Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht in weiten Teilen Hessens hohe Waldbrandgefahr. Ergiebige, landesweite Niederschläge sind nicht in Sicht. Die höchste Gefahrenstufe (5, sehr hohe Gefahr) sieht der DWD aktuell im Gründauer Ortsteil Breitenborn im Main-Kinzig-Kreis. Nur an wenigen Flecken des Landes besteht eine geringe Waldbrandgefahr..

imago images 0258728792Vergrößern des BildesEinsatzkräfte bekämpfen einen Waldbrand (Symbolbild): In Frankfurt ist die Feuerwehr dieser Tage in Alarmbereitschaft. (Quelle: IMAGO/Andreas Friedrichs/imago)

Waldbrandgefahr: Das bedeutet Gefahrenstufe 5

Stufe 5 steht beim Deutschen Wetterdienst für eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Das bedeutet nicht, dass zwangsläufig ein Feuer entsteht. Die Bedingungen sind jedoch so ungünstig, dass sich trockenes Material besonders leicht entzünden und ein Brand rasch ausbreiten kann. Vor allem Wind kann dazu führen, dass eine zunächst kleine Feuerstelle schnell außer Kontrolle gerät.

Der Index berücksichtigt unter anderem Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Windgeschwindigkeit. Auch die Feuchtigkeit von Laub, Nadeln und anderem abgestorbenem Pflanzenmaterial auf dem Waldboden spielt eine wichtige Rolle. Der für einen Tag veröffentlichte Wert zeigt jeweils die höchste berechnete Gefahrenstufe während der Tageslichtstunden an. Das Risiko kann deshalb insbesondere in den warmen Nachmittagsstunden seinen Höhepunkt erreichen.

Hitze und Trockenheit: Das ist in Frankfurt aktuell verboten

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat die Stadt das Grillen auf sämtlichen öffentlichen Grillplätzen bis auf Weiteres verboten. Das Verbot umfasst nicht nur Holz- und Kohlegrills, sondern auch Gas-, Elektro- und Campinggrills. Auch Shishas mit glühender Kohle dürfen dort nicht verwendet werden. Das Ordnungsamt kontrolliert die Einhaltung.

Im Wald sind Rauchen und offenes Feuer grundsätzlich verboten. Das gilt auch für kleine Lagerfeuer. Brennende oder glimmende Zigaretten dürfen keinesfalls weggeworfen werden. Nach Angaben der hessischen Forstbetriebe wird ein großer Teil der Waldbrände durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst.

imago images 0859981931Vergrößern des BildesEin Warnschild im Wald (Symbolbild): Bei der anhaltenden Trockenheit reicht bereits ein kleiner Funke, um einen Waldbrand zu entfachen. (Quelle: Imago/Rene Traut)