Das Luxushotel Adlon in Berlin soll für
mindestens 280 Millionen Euro verkauft werden. Das Hotel gehört dem von
der Jagdfeld-Gruppe gemanagten Fundus-Fonds 31, dessen Anlegerinnen und
Anleger derzeit zu einer Abstimmung über den Verkauf aufgerufen seien, berichtete die Immobilien Zeitung. Der Konzern bestätigte den Vorgang.
Der Fonds – und damit das Adlon – gehört demnach rund 4.000 Eigentümern. Dazu zählen demnach überwiegend Privatanleger. Sie seien in einem
Lebensalter, in dem sie sich von ihren Anteilen trennen wollten. »Mit dem angestrebten Verkauf kommen wir dem Wunsch der Anlegerinnen und
Anleger am besten nach und sind so in der Lage, den höchstmöglichen
Preis zu erzielen«, hieß es vom Konzern.
Die Abstimmung läuft dem Bericht zufolge bereits und braucht eine Mehrheit von 75
Prozent der abgegebenen Stimmen. Fällt die Entscheidung für den
Verkauf, soll es ein strukturiertes Bieterverfahren mit einem
internationalen Makler geben.
Für Gäste ändert sich erst mal nichts
Für Gäste des Adlon ändert sich durch
einen möglichen Verkauf vorerst nichts. Mit dem Hotelbetreiber Kempinski
besteht der Jagdfeld-Gruppe zufolge ein Pachtvertrag bis Ende 2032.
Das Adlon eröffnete
ursprünglich im Oktober 1907, brannte am Ende des Zweiten Weltkriegs
1945 aber aus. Nach dem Fall der Mauer entstand an gleicher Stelle ein
an das historische Vorbild angelehnter Neubau, der im August 1997 als
das heutige Hotel Adlon Kempinski eröffnet wurde.
Im Adlon übernachteten schon viele namhafte Gäste, darunter auch etliche Politikerinnen und Politiker. Der
türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der frühere US-Präsident
Barack Obama gehörten dazu. König Charles III. übernachtete mit
Königin Camilla in der Royal Suite – so wie zuvor schon seine Mutter
Königin Elizabeth II. bei ihren Berlinbesuchen.
Hotel Adlon
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
„Adlon: Ein Hotel, sechs Generationen“:
Adlons Traum