Newsblog zum Krieg in Nahost

Schiff sinkt nach Beschuss nahe Jemen

Von C. Siemer, T. Schibilla, F. Michalski, C. Cöln, J. Hartung, M. Küper, A. Janzen, T. Wanhoff, J. Seiferth, S. Cleven, M. Kloft, J. Fischer

Aktualisiert am 04.08.2026 – 20:06 UhrLesedauer: 57 Min.

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Boot vor der Küste des Jemen (Symbolbild): Es soll keine Opfer geben. (Quelle: Abdulnasser Alseddik)

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Der US-Armee gehen wohl nicht nur die Abfangraketen aus. Nahe Jemen sinkt ein Schiff. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Schiff sinkt nach Beschuss nahe Jemen

Vor Jemens Küste ist lokalen Angaben zufolge ein hölzernes Schiff mit einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden. Es handle sich um ein aus Dschibuti in Ostafrika kommendes Frachtschiff, das unter der Flagge Indiens gefahren sei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der international anerkannten Regierung im Jemen. Die 14 meist indischen Besatzungsmitglieder seien von der Küstenwache und Marinesoldaten gerettet worden.

Der Angriff im Roten Meer vor der Hafenstadt Hudaida habe zu einem Brand an Bord der „Faize Noore Oliya“ geführt, woraufhin das Schiff gesunken sei. Es habe Güter in die jemenitische Hafenstadt Mokka bringen sollen. Aus Militärkreisen hieß es, das Drohnenboot stamme aus „iranischer Herstellung“. Die vom Iran unterstützt Huthi-Miliz, auf die sich der Verdacht bei dem Angriff richtet, äußerte sich zunächst nicht. Die Miliz hatte am Mittag mitgeteilt, sie habe den Flughafen Nadschran im südlichen Saudi-Arabien mit einer Drohne angegriffen. Eine Bestätigung aus Riad gab es dafür nicht.

Auch die mit Tarik Salih verbündeten Kämpfer an Jemens Westküste bestätigten den Angriff und den Rettungseinsatz im Roten Meer. Opfer habe es nicht gegeben, berichteten die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte. Salih ist Mitglied von Jemens Präsidialrat, der die international anerkannte Regierung des Landes führt, und Neffe des getöteten Präsidenten Ali Abdullah Salih. Salihs Truppen kontrollieren Abschnitte an Jemens Westküste am Roten Meer.

Bessent: Chance für Iran-Deal zu Hormus heute oder morgen

US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen“, sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC.

Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch den Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde.

Katar: Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg dauern an

Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angaben Katars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die „bereits weit fortgeschritten“ seien. Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. „Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht“, so al-Ansari.