China kauft wieder US-Soja – doch die gefeierten Bestellungen decken nur einen Bruchteil der Zusagen ab. Amerikas Farmer verlieren Märkte, während ihre Kosten explodieren.
Donald Trump hatte den amerikanischen Landwirten ein „goldenes Zeitalter“ versprochen. Auf vielen Höfen ist davon wenig zu spüren. Niedrige Preise für Agrarprodukte treffen auf hohe Kosten für
Diesel, Dünger, Saatgut, Versicherungen und Kredite. Gleichzeitig erschweren Handelskonflikte den Zugang zu wichtigen Exportmärkten.
Besonders deutlich wird die Krise bei Sojabohnen. Kaum ein Agrarprodukt steht so stark für die Abhängigkeit der amerikanischen Farmer von China. Soja machte zuletzt fast die Hälfte
der gesamten US-Agrarausfuhren in die Volksrepublik aus. Doch Peking hat seine Lieferketten seit Trumps erstem Handelskrieg zunehmend nach Südamerika verlagert. Anfang August sorgten neue
Bestellungen zunächst für Hoffnung. Das US-Landwirtschaftsministerium bestätigte chinesische Käufe von knapp 500.000 Tonnen Sojabohnen. Händler berichteten sogar von 14 bis 16 Schiffsladungen mit
einem Gesamtvolumen von rund einer Million Tonnen.
wallstreetONLINE Redaktion
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