Newsblog zum Krieg in Nahost

Trumps „Kriegsminister“ rastet bei X aus

Von C. Siemer, T. Schibilla, F. Michalski, C. Cöln, J. Hartung, M. Küper, A. Janzen, T. Wanhoff, J. Seiferth, S. Cleven, M. Kloft, J. Fischer

Aktualisiert am 05.08.2026 – 03:37 UhrLesedauer: 57 Min.

Pete Hegseth nennt sich "Kriegsminister". Er hasst Minderheiten und die freie Presse.Vergrößern des Bildes

Pete Hegseth nennt sich „Kriegsminister“. Er ist ein treuer Vasall seines Obersten Dienstherren. (Quelle: Evelyn Hockstein/Reuters)

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Der US-Armee gehen laut eines Berichts wohl nicht nur die Abfangraketen aus. Pete Hegseth rastet daraufhin bei X aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Hegseth: „Wir hassen die Fake News Medien nicht genug“

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach fast 80 Prozent der Abwehrraketen für ein wichtiges Raketenabwehrsystem des US-Militärs im Iran-Krieg aufgebraucht seien. Hegseth, der von der US-Regierung „Kriegsminister“ genannt wird, bekam auf der Plattform X einen veritablen Wutanfall. Zu einem entsprechenden Banner des TV-Senders CNN schrieb er: „Dieses Banner ist NICHT WAHR, @CNN. Schämt euch.“

Doch Hegseth beließ es nicht dabei. Zugleich schimpfte er erneut über den TV-Sender, der ihm offenbar unliebsame Fakten präsentierte. „Wir hassen die Fake News Medien nicht genug“, schrieb Hegseth. CNN hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet, US-Militärkommandeure warnten davor, dass die Munitionsbestände des Pentagons „gefährlich niedrig“ seien.

In dem CNN-Bericht heißt es weiter unter Berufung auf Angaben von zwei mit dem jüngsten Bestandsbericht vertrauten Quellen, dass das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die Hälfte seiner Patriot-Abfangraketen eingesetzt habe. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) steht für ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann.

Schiff sinkt nach Beschuss im Roten Meer

Im Roten Meer ist vor der Küste des Jemen am Dienstag ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff angegriffen worden und gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der „Faize Noore Oliya“ – darunter 13 indische Staatsangehörige und ein Staatsbürger des Jemen – gerettet, teilte ein Beamter aus der jemenitischen Stadt Mokka mit. Seinen Angaben zufolge war das Schiff südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida angegriffen worden.

Die international anerkannte Regierung des Jemen machte die Huthis für den Angriff verantwortlich, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an.

Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal teilte im Onlinedienst X mit, das Schiff sei „in der Nähe jemenitischer Gewässer von einem Geschoss getroffen worden“. Indien verurteile „diesen unprovozierten Angriff aufs Schärfste“, fügte er hinzu.

Bessent: Chance für Iran-Deal zu Hormus heute oder morgen

US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen“, sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC.