Auch die Defensive dürfte weitestgehend feststehen. Entscheidet sich Hirsch für die Viererkette, wird Joshua Bitter auf der rechten Seite agieren, die Innenverteidiger werden wohl Tobias Fleckstein sowie Ben Schlicke heißen und auf der linken Außenverteidigerposition führt aktuell kein Weg an Can Coskun vorbei. Dessen ärgster Konkurrent, Frederik Christensen, laboriert derzeit an einer Muskelverletzung und wird den Saisonstart definitiv verpassen. „Für ihn wird es bis nächste Woche nicht reichen. Er wird jetzt erst anfangen, etwas auf dem Platz zu machen. Wir wollen da kein Risiko eingehen“, unterstrich der Übungsleiter.

Abräumer Bulic ist gesetzt

Als Sechser ist Vize-Kapitän Rasim Bulic gesetzt. Zudem wird er auf dem Platz wohl öfter die Rolle des Spielführers einnehmen müssen, da die Einsatzchancen von Alexander Hahn eher gering sein dürften. An der Seite von Bulic, beziehungsweise im Raum davor hat derzeit wohl Christian Viet die besten Chancen auf einen Startelfeinsatz. „Er ist dieser spezielle Box-to-Box-Spieler, ein offensiver Sechser. Jetzt fehlt ihm nur noch die Torgefährlichkeit, die er in der Vergangenheit bei seinen ehemaligen Vereinen schon gezeigt hat“, sagt Hirsch.

Auf der linken Außenbahn hat Dominik Kother momentan die Nase vorn, doch Patrick Sussek lauert dicht dahinter. Bei beiden zeigt die Formkurve nach oben. Die rechter Seite dürfte von Simon Symalla bearbeitet werden, wobei auch hier mit Jakob Bookjans die Konkurrenz dichtauf ist. Bleibt noch die Offensive. Zuletzt hatte Hirsch vermehrt auf eine Doppelspitze mit einem großen, kopfballstarken Stürmer und einem eher wendigen Offensivakteur gesetzt. In Rotterdam bestand die Konstellation zuletzt aus Lex-Tyger Lobinger und Florian Krüger. Einen guten Eindruck hat aber auch Peter Remmert, der Leih-Stürmer von Schalke 04, hinterlassen.

Noch im Aufbau befindet sich Dennis Borkowski, der wohl noch einige Wochen brauchen wird, bis er eine ernsthafte Option darstellt. „Wir steigern jetzt langsam die Intensität. Beim letzten Mal hat er zu früh angefangen. Dieses Mal sind wir sehr vorsichtig. Insgesamt ist er auf einem sehr guten Weg“, erläutert Hirsch. Seine Stärken noch nicht wirklich zeigen konnte Sommer-Zugang Ramien Safi, der hauptsächlich durch verunglückte Aktionen im Gedächtnis geblieben ist. Außerdem bleiben noch Max Besuschkow, Aljaz Casar, Conor Noß, Martin Ens und Niklas Jessen. Ein Stammplatz scheint hier aktuell eher fraglich, Spielzeit dürfte ihnen aber allen garantiert sein. Der MSV ist für die anstehende Saison auf allen Positionen sehr gut besetzt – und das doppelt. Hirsch dürfte sehr oft vor schwierigen Entscheidungen stehen, muss außerdem die U23-Regelung einhalten.