Neue ING-Zentrale im Ostend

Frankfurts neuer Bankenturm heizt bald mit Abwasser

Aktualisiert am 05.08.2026 – 10:36 UhrLesedauer: 2 Min.

So soll das neue ING-Gebäude im Frankfurter Ostend aussehen, wenn es fertig ist (Visualisierung): Geplant ist zudem ein siebenstöckiges Bürogebäude.Vergrößern des Bildes

So soll das 60 Meter hohe ING-Gebäude im Frankfurter Ostend aussehen, wenn es fertig ist (Visualisierung): Geplant ist zudem ein siebenstöckiges Bürogebäude. (Quelle: B&L Gruppe)

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Im Hafenpark-Quartier entsteht ein neuer Bankenturm. Das Hochhaus soll komplett ohne fossile Energieträger auskommen – und eins der nachhaltigsten Deutschlands werden.

Im Frankfurter Ostend wächst ein neuer Bankensitz in die Höhe: Im Hafenpark-Quartier nahe EZB und Mainufer hat der Rohbau der künftigen ING-Zentrale seine Endhöhe erreicht. Das 16-geschossige Bürohochhaus „HPQ Offices“ soll 2028 fertiggestellt werden – und nach Angaben der Projektentwickler zu den klimafreundlichsten Hochhäusern Deutschlands zählen.

Das rund 60 Meter hohe Gebäude soll im späteren Betrieb ohne fossile Energieträger auskommen. Die Wärmeversorgung soll überwiegend über Abwärme aus einem benachbarten Abwasserkanal erfolgen. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Photovoltaikanlagen auf Dächern und Teilen der Fassade.

ING will 2028 in das Hochhaus einziehen

Der Rohbau wurde nach rund 15 Monaten Bauzeit abgeschlossen, im Juni wurde Richtfest gefeiert. Entworfen wurde das Ensemble vom Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt. Neben dem Hochhaus entsteht im aktuellen Bauabschnitt ein weiteres Bürogebäude mit sieben Etagen, das sogenannte ANQR House.

Die ING Deutschland will ihren neuen Hauptsitz im zweiten Quartal 2028 beziehen. Bislang sitzt die Bank an der Theodor-Heuss-Allee. Künftig sollen mehr als 3.000 Beschäftigte im Hafenpark-Quartier arbeiten. Insgesamt entstehen in den beiden Bürogebäuden gut 64.700 Quadratmeter vermietbare Fläche. Die ING nutzt davon rund die Hälfte – etwa 32.400 Quadratmeter.

Dachterassen mit Skyline-Blick

Zur neuen Zentrale gehören auch mehrere Dachterrassen, teils mit Blick auf die Frankfurter Skyline. Sie sollen als zusätzliche Arbeits- und Begegnungsflächen dienen. Das zweite Gebäude des Ensembles bietet rund 32.500 Quadratmeter Mietfläche auf sieben Ebenen. Dort sind flexibel nutzbare Büroflächen geplant, außerdem ein Atrium mit Veranstaltungsbereich.

Auch bei der Infrastruktur setzt das Projekt auf einen betont nachhaltigen Ansatz. Nach Angaben der Beteiligten sind alle 540 Autostellplätze mit E-Ladesäulen vorgesehen, 300 davon für die ING. Zusätzlich ist eine Tiefgarage mit Fahrradaufzug und Platz für 900 Fahrräder geplant.