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Ein Mann hat einen geschlossenen Bahnübergang in München überquert, während eine S-Bahn anfuhr. Der Fahrer verhinderte geistesgegenwärtig Schlimmeres.
Aubing-Lochhausen-Langwied – Ein Mann überquerte trotz geschlossener Schranken einen Bahnübergang – und wäre dabei fast von einer S-Bahn erfasst worden. Nur eine Notbremsung verhinderte am Dienstagnachmittag in München–Aubing das Schlimmste. Darüber berichtete die Bundespolizeiinspektion München in einer Pressemitteilung.
Ein Mann hat einen geschlossenen Bahnübergang in München überquert, während eine S-Bahn anfuhr. Deren Fahrer verhinderte geistesgegenwärtig Schlimmeres. (Symbolbild) © Peter KneffelMann überquert Gleise an Bahnübergang in München – während S-Bahn anrollt
Gegen 15.20 Uhr am Dienstag (4. August) überquerte ein 33-jähriger polnischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland den Bahnübergang Germeringer Weg in München-Aubing. Die Schranken waren zu diesem Zeitpunkt bereits heruntergelassen.
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Benedikt Strobach ist Redakteur bei tz.de und merkur.de. © privat
Der Lokführer einer S4, die gerade aus dem Haltepunkt Aubing anfuhr, bemerkte den Mann auf den Gleisen in allerletzter Sekunde. Er leitete sofort eine Schnellbremsung ein, wie die Bundespolizeiinspektion München mitteilte. Die S-Bahn kam noch rechtzeitig zum Stehen. Der Fußgänger blieb unverletzt – der Zug verfehlte ihn jedoch nur um Haaresbreite.
Zeuge verfolgt Flüchtenden bis zum Supermarkt
Unmittelbar nach dem Vorfall entfernte sich der 33-Jährige vom Bahnübergang. Ein 57-jähriger Autofahrer, der am Übergang auf die Freigabe gewartet und die Situation beobachtet hatte, handelte geistesgegenwärtig: Er folgte dem Mann bis zu einem nahegelegenen Einkaufsmarkt und alarmierte gleichzeitig die Landespolizei.
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Eine Streife traf den Gesuchten kurz darauf an und kontrollierte ihn, so die Bundespolizeiinspektion München. Nach aktuellem Stand wurden durch die Notbremsung keine Fahrgäste verletzt.
Lokführer nach Schock nicht mehr dienstfähig
Der Triebfahrzeugführer meldete den Vorfall der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Zunächst setzte er die Fahrt nach Rücksprache bis zum Haltepunkt Puchheim fort. Anschließend war er aufgrund der psychischen Belastung durch das Erlebnis nicht mehr in der Lage, seinen Dienst fortzuführen – ein Ersatzfahrer übernahm, berichtet die Bundespolizeiinspektion München.
Gegen den 33-Jährigen leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. (Quelle: Bundespolizeiinspektion München) (bes)