Sie sind eine Zustandsbeschreibung einer aus den Fugen geratenen Welt, eindrücklich und schockierend zugleich: Als einer von wenigen Standorten in Deutschland zeigt das Depot in Dortmund vom 26. September bis 25. Oktober die besten internationalen Pressefotografien. Rund um die Wanderausstellung „World Press Photo 2026“ gibt es außerdem ein eigenes Rahmenprogramm.
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Die World Press Photo Foundation prämiert jedes Jahr die aus ihrer Sicht besten fotojournalistischen Arbeiten weltweit. Die Ausstellung wird laut Veranstalter an mehr als 60 Orten gezeigt und erreicht jährlich Millionen Besucherinnen und Besucher. Als „World Press Photo of the Year 2026“ wurde die Fotografin Carol Guzy für ihr Bild „Separated by ICE“ ausgezeichnet. Die Aufnahme stammt aus ihrer Serie „ICE Arrests at New York Court“. Darauf ist zu sehen, wie die Töchter eines ecuadorianischen Migranten ihren Vater festhalten, während dieser von der US-Einwanderungsbehörde festgenommen wird.
Moderiertes Gespräch zum Foto „Emma the Social Robot“
Als Finalisten nennt die Stiftung Saber Nuraldin mit „Aid Emergency in Gaza“, einer Dokumentation der humanitären Lage im Gazastreifen, sowie Victor J. Blue mit „The Trials of the Achi Women“ über den Kampf indigener Maya-Achí-Frauen in Guatemala um juristische Aufarbeitung sexualisierter Kriegsgewalt.
Das sind die ausgezeichneten Pressefotos 2026: Bilder, die unter die Haut gehen
Zum Auftakt lädt das Depot am 30. September zu einem moderierten Gespräch mit der Preisträgerin Paula Hornickel ein. Ausgehend von ihrem Foto „Emma the Social Robot“ spricht sie mit der Psychologin Dr. Aike Horstmann über Einsamkeit, soziale Verbundenheit und den Einsatz sozialer Roboter als künstliche Interaktionspartner.
Die Ausstellung im Kulturort Depot, Immermannstraße 29, ist sonntags bis donnerstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet, freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet regulär acht Euro, ermäßigt sechs Euro. Unter der Woche ab 19 Uhr sowie freitags und samstags ab 21 Uhr gilt ein Feierabendticket für sechs Euro. Der Besuch wird ab zwölf Jahren empfohlen.