Seit Jahren reisen Fans des Rappers Pashanim nach Berlin-Kreuzberg, um sich auf einer Hauswand zu verewigen, vor der ihr Idol einst ein Musikvideo drehte. Nun hat die Hausverwaltung Konsequenzen gezogen: Der inzwischen berüchtigte Hauseingang im sogenannten Riehmers Hofgarten unweit des Mehringdamms ist mit einem Metallzaun abgesperrt worden. Das Online-Magazin „Hiphop.de“ berichtete zuerst.
Auslöser für den Ansturm war das Musikvideo zu Pashanims Song „Hauseingang“, das der Berliner Rapper 2019 dort drehte. Obwohl Pashanim nie in dem Gebäude gewohnt hat, reisten Fans aus ganz Deutschland und dem Ausland an, machten Fotos und hinterließen Graffiti, Sticker und Botschaften auf den Wänden.
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Zunächst unauffällig liegt der Hauseingang in einem Seitenflügel des denkmalgeschützten Bauensembles Riehmers Hofgarten, das Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Der Maurermeister Wilhelm Riehmer brach mit der damals üblichen Hinterhofbebauung und ließ eine private Erschließungsstraße sowie einen großzügigen Hofgarten anlegen. Heute gilt die Anlage als eines der bedeutendsten Wohnensembles der Berliner Gründerzeit.
Wegen Fans von Rapper Pashanim Hauseingang in Berlin-Kreuzberg wird mit Zaun geschützt
Pashanim ist 25 Jahre alt und heißt eigentlich Can David Bayram. Nachdem er damals besagtes Musikvideo veröffentlicht hatte, dauerte es nicht lange, bis seine Fans die Adresse im Bergmannkiez herausgefunden hatten.
Reinigungskosten im fünfstelligen Bereich
Der Hinterhof war auch damals schon nur über ein großes Tor zugänglich. Davor und an weiteren Stellen prangen Schilder mit der Aufschrift: „Privatgrundstück – Unbefugten ist das Betreten verboten.“ Die jugendlichen Unbefugten schien das allerdings reichlich wenig zu interessieren. Immer wieder appellierte Pashanim auf Instagram an seine Fans, die Anwohner in Ruhe zu lassen. Zudem ist das Musikvideo auf YouTube nicht mehr öffentlich und nur noch über einen direkten Link auffindbar.
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Die Hausverwaltung hatte bereits im vergangenen Jahr auf Nachfrage des Tagesspiegels angekündigt, auch den Eingang selbst einzäunen zu wollen. Nun hat sie ihre Ankündigung offenbar umgesetzt: Ein Metallzaun trennt den Hauseingang von seinen Pilgern.
Die Entscheidung dürfte auch wirtschaftliche Gründe haben. Bereits im vergangenen Jahr bezifferte die Hausverwaltung die Kosten für Reinigung und Instandhaltung auf mehr als 25.000 Euro. Die Wände wurden mehrfach neu gestrichen und mit einer Spezialbeschichtung versehen, damit sich Graffiti leichter entfernen lassen.