Rettungsdienst: 14 Tote bei russischem Angriff auf Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Angaben des Rettungsdienstes 14 Menschen getötet worden. 27 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Rettungsdienst auf Telegram mit. „Kyiv Independent“ spricht nach Behördeninformationen von 15 Toten und 51 Verletzten.

Ein ausgebranntes Auto in Kiew: In der Nacht haben russische Raketen die ukrainische Hauptstadt getroffen.Vergrößern des BildesEin ausgebranntes Auto in Kiew: In der Nacht haben russische Raketen die ukrainische Hauptstadt getroffen. (Quelle: Dan Bashakov/dpa)

Zudem seien mehrere Lagerhäuser in der Region um Kiew bei dem Luftangriff in der Nacht beschädigt worden.

Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew – mehrere Opfer

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurde eine Frau getötet, mindestens zwölf Menschen wurden nach Angaben der Militärverwaltung verletzt. Zudem gab es erste Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken. Die Luftabwehr war im Einsatz.

Im Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte zunächst noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten.

Im Bezirk Obolon seien mehrere Brände ausgebrochen. Im Bezirk Desna geriet laut Klitschko ebenfalls ein Lagerhaus in Brand, Trümmerteile einer Rakete seien in der Nähe eines Wohngebiets heruntergefallen.

Sewastopol: Russischer Soldat erschießt mehrere Menschen

Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat nach Behördenangaben mindestens vier Menschen erschossen. Er habe zuerst das Feuer auf Kameraden eröffnet und dabei einen Militärangehörigen getötet, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit. Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten getötet und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Zum Motiv der Tat wurde vorerst nichts bekanntgegeben.

Die Schwarzmeer-Halbinsel wurde von Russland bereits 2014 besetzt und für russisch erklärt. Die bereits vorher vorhandene Moskauer Militärpräsenz wurde dabei noch weiter ausgebaut.

Russland: Haben sieben Frachtschiffe angegriffen

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sieben Frachtschiffe mit Drohnen angegriffen. Sie hätten im ukrainischen Hafen von Mykolajiw gelegen beziehungsweise seien im Schwarzen Meer unterwegs gewesen, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Russland hat solche Angriffe mehrfach damit begründet, dass Rüstungsgüter für das ukrainische Militär transportiert würden. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht.

Zudem seien in Tschornomorsk im Zuge der Angriffe eine Fabrik für Autoteile und ein Hafenterminal getroffen worden. Dort hätten die ukrainischen Streitkräfte Militärfahrzeuge repariert sowie Munition und Treibstoff gelagert. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht.