Basketball | BBL

Stand: 05.08.2026 17:31 Uhr

In viele bekannte Gesichter konnte Niners-Trainer Rodrigo Pastore beim Trainingsauftakt am Mittwoch (5. August) nicht schauen. Neben den einzig verbliebenen Luca Kellig und Youngster Alfons Milatz tummelte sich gleich ein ganzes Dutzend neuer Spieler in der Trainingshalle, in der zunächst theoretische Inhalte und Willkommensgrüße auf der Tagesordnung standen.

von Paul Kamm

Niners-Cheftrainer Rodrigo Pastore.

Auf Niners-Chefcoach Rodrigo Pastore wartet eine Menge Arbeit.

Ein Neuzugang konnte sich auf die Situation mental wohl schon etwas länger vorbereiten: Mateo Seric. Gerüchte über den Wechsel des Power Forwards kursierten bereits im März, ehe im Juni schließlich Vollzug gemeldet wurde. Mit dem Wechsel von Heidelberg nach Chemnitz eröffnet sich für ihn die Chance, international zu spielen. Aus der beinahe vollständigen Neubesetzung des Kaders will er lieber die Vorteile ziehen und bezeichnet den Start als „spannende Situation, jeder lernt sich neu kennen“ in einer Gruppe, die viele „gute Charaktere“ besitze.

Video:
Niners-Neuzugang Mateo Seric: „Wie ein Klumpen Lehm, den man neu formen kann“ (3 Min)

Auf Seric und seinen neuen Verein wartet zum Start der Saison mit ALBA Berlin direkt ein echter Härtetest. Für den Neuzugang muss das jedoch kein Nachteil sein: „Besser am Anfang, als mitten in der Saison“, sagt Seric mit Blick auf das Überraschungspotential zum Auftakt.

Auch Mushidi verlässt Chemnitz

Für Geschäftsführer Steffen Herhold ist die wahre Eröffnungspartie hingegen eine ganz andere. Bereits eine Woche vor dem Ligastart müssen die Niners in der ersten Runde des BBL-Pokals nach Gießen. Dass die Mannschaft auswärts antreten muss, habe sie sich „selbst eingebrockt“, wobei die Schuldigen die Misere aufgrund des Umbruchs nun nicht selbst ausbaden müssen.

Niners-Cheftrainer Rodrigo Pastore.

Das gilt auch für Kostja Mushidi. Wie die NINERS nach dem Trainingsauftakt mitteilten, wird auch er die „Orange Army“ nach nur einem Jahr in Chemnitz wieder verlassen. Der 28-Jährige kam im letzten Sommer aus Göttingen und bestritt in der abgelaufenen Saison 50 von 54 Pflichtspielen. Wohin es den 1,95-Meter-Hünen zieht, ist noch unklar.

Ohne Mushidi und mit dem Kaderumschwung beginnt in Chemnitz nun ein neues Kapitel. Die vergangenen betrachtet Herhold rückblickend als „großartige Zeiten“, die starken Veränderungen seien jedoch auch kein bewusst gewählter Schritt gewesen, der Neuanfang „hat sich so ergeben“ konstatiert Herhold, der seit 2016 die Geschäfte der NINERS leitet.

Video:
Niners-Geschäftsführer Steffen Herhold: „Ein Neustart war an der Zeit“ (6 Min)

Mit der NINERS-Kultur ans Ziel

Doch wie Neuzugang Seric, sieht auch Herhold darin vielmehr eine Möglichkeit für die Zukunft: Es besteht „die Chance darauf, wieder etwas aufzubauen – mit der NINERS-Kultur.“ Als Grundlage dafür kann die vergangene Premieren-Saison im EuroCup betrachtet werden. In der BBL hingegen hinkten die Sachsen mit Platz 12 den eigenen Ansprüchen hinterher. „Dieses Jahr wollen wir in beiden Wettbewerben gut sein“, lautet die Zielsetzung. Dabei gehe es nicht nur um Ergebnisse, vielmehr sei es „die oberste Prämisse, dass unsere Fans stolz sind.“

Um das zu erreichen, stehen vor allem „Kultur und Mentalität“ im Zentrum der Vorbereitung, damit aus dem neu zusammengewürfelten Kader schnellstmöglich die Einheit entsteht, die sich die Verantwortlichen wünschen.

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