Bessent: Chance für Iran-Deal zu Hormus heute oder morgen
US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen“, sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC.
Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch den Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde.
Katar: Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg dauern an
Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angaben Katars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die „bereits weit fortgeschritten“ seien. Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. „Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht“, so al-Ansari.
Mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei bisher keine Einigung erzielt worden. „Das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern“, so der Außenamtssprecher. Der Schwerpunkt liege nun darauf, eine Eskalation zu verhindern und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen, sagte er weiter. Katar vermittelt unter anderem neben Pakistan im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.
Meerengen im Nahen Osten weiter unter Druck
Aufgrund der Spannungen im Nahen Osten ist der Schiffsverkehr in den Meerengen der Region weiterhin unter Druck. Die Straße von Hormus haben am Montag lediglich neun Schiffe passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht. In der vergangenen Woche durchfuhren demnach täglich im Schnitt etwa 16 Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran könnte die Schifffahrt schnell beleben, wenn auch eine nachhaltige Besserung dauern könnte, sagte Dimitris Ampatzidis, Risiko-Analyst von Kpler.
Durch Drohungen und Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen gegenüber Saudi-Arabien ist auch die Schifffahrt durch den Seeweg Bab al-Mandab am Ausgang des Roten Meers beeinträchtigt. Lediglich 25 Passagen konnte Kpler am Montag bestätigen. Die Durchfahrten dort nahmen in den vergangenen Tagen ab: Noch am Freitag hatte Kpler 42 Passagen gemeldet. Vor Beginn der jüngsten Kampfhandlungen im Februar waren es im Schnitt 40 bis 50 Schiffe pro Tag.