Russland hat Kiew in der Nacht zum Mittwoch mit 28 Raketen und 98 Drohnen angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe konnte keine einzige Rakete abgefangen werden. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben. Wohnhäuser und Lagerhallen wurden beschädigt, in einem zwanzigstöckigen Gebäude brach ein Feuer aus. Die Behörden sprechen von Angriffen auf Zivilisten. Moskau erklärt dagegen, Ziel der «Präzisionswaffen» seien Logistik- und Verteilzentren für militärische Güter gewesen.

SERHII DILIN / KEYSTONE

epa13151395 Rescuers work at the site of a Russian missile strike on a shopping center in Kyiv, Ukraine, 05 August 2026, amid the Russian invasion

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Die Bilanz legt eine empfindliche Lücke in der ukrainischen Luftverteidigung offen. Kiew warnt seit längerem vor einem Mangel an Abwehrraketen. Bereits wenige Tage zuvor hatte ein russischer Raketenangriff auf die Hauptstadt mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 verletzt.

Auch die Ukraine griff Ziele in Russland an. In der Region Tula setzte ein Drohnenangriff ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Wildberries in Brand. Ein Mensch wurde verletzt, erklärte der Gouverneur der Region, Dmitri Miljajew. Nach Angaben des Unternehmens haben ukrainische Streitkräfte seit Mitte Juli mehr als ein Dutzend seiner Anlagen angegriffen und teilweise schwer beschädigt.