Die Europäische Union erhält weitere 1,4 Milliarden Euro aus den Zinserträgen eingefrorener russischer Staatsvermögen und verwendet das Geld für ihre Unterstützung der Ukraine. Das teilte die EU-Kommission mit. Es handelt sich um die fünfte Auszahlung aus den ausserordentlichen Gewinnen, die auf blockierten Vermögenswerten der russischen Zentralbank erzielt wurden.

RONALD WITTEK / KEYSTONE

epa12180296 A European Flag is displayed at the European Parliament in Strasbourg, France, 17 June 2025

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Die Mittel fliessen in laufende EU-Hilfsprogramme für die Ukraine. Nach Angaben der EU-Kommission stehen diese Zinserträge rechtlich nicht Russland zu und können deshalb für die Finanzierung der Ukraine-Hilfe verwendet werden.

Die Vermögenswerte wurden nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Rahmen der EU-Sanktionen eingefroren. Den grössten Teil verwaltet das in Brüssel ansässige Finanzinstitut Euroclear. Nach Unternehmensangaben belief sich der Bestand sanktionierter russischer Vermögenswerte Ende Juni 2026 auf 202 Milliarden Euro.

Seit dem Einfrieren haben die blockierten Vermögenswerte laut EU-Kommission ausserordentliche Gewinne von insgesamt acht Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Vermögenswerte der russischen Zentralbank selbst bleiben eingefroren und dürfen nach geltender Regelung nicht verwendet werden.