Bielefeld-Hillegossen. Wer bei einem Saunafest automatisch an Bademantel, Schlappen und ein großes Handtuch denkt, kann all das am 8. August getrost zu Hause lassen. Beim vermutlich ersten Open-Air-Saunafest Bielefelds sollten die Besucher vollständig bekleidet erscheinen. Aufgüsse sind ebenso wenig vorgesehen wie unbekleidete Saunagänge. Stattdessen wollen Daniel und Dorina Heinzmann zeigen, was sich aus Holz, handwerklichem Können und sehr individuellen Vorstellungen alles bauen lässt.

Von 13 bis 18 Uhr lädt ihr Hillegosser Unternehmen Woodsense auf eine Wiese unmittelbar neben dem Betriebsgelände ein. Vier oder fünf Saunen sowie zwei Pools sollen dort aufgebaut werden. Dazu gibt es Waffeln, Kaffee und Kaltgetränke. Fachvorträge sind dagegen nicht geplant. „Der Hauptfokus liegt darauf, dass man zusammenkommt“, sagt Daniel Heinzmann. Es solle kein großes Volksfest und kein Rummel werden, sondern eher ein „Coming together“. Beratung zum Thema Sauna gehört dazu, Fachvorträge sind dagegen nicht geplant. Es soll familiär werden – genau so, wie es das Unternehmen selbst auch ist.

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Woodsense wurde 2016 gegründet und hat sich auf den individuellen Saunabau spezialisiert. Daniel Heinzmann ist gelernter Tischler und hat einen Masterabschluss im Bereich Holz- und Werkstofftechnologie. Klassischer Möbelbau habe ihn nie sonderlich gereizt. „Ich hatte keinen Bock auf Spanplatten und Kleister“, sagt er. Massivholz sei etwas anderes.

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Teuerste Sauna kostete rund 60.000 Euro

Weil Heinzmann selbst gern sauniert, suchte er sich einen Bereich, der ihm Spaß machte. Nach den ersten Projekten habe dann das eine das andere ergeben. Mittlerweile baut Woodsense Saunen für Gärten, Balkone, Dachterrassen und sogar für Bauwagen. „Wir haben schon tolle Projekte gemacht. Das Individuelle ist unsere Stärke.“Fast überall lasse sich eine Lösung finden. Selbst eine nur einen mal einen Meter große Sauna sei möglich. Die Preise reichen laut Heinzmann von etwa 1.500 Euro bis weit nach oben. Im Durchschnitt kosteten die Anlagen rund 20.000 Euro, das bisher teuerste Projekt lag bei etwa 60.000 Euro.

Zu den Referenzen gehören die VitaSol-Therme und die Mannschaftssauna von Arminia Bielefeld. Diese bietet Platz für 15 Personen und besitzt einen Vorraum sowie eine Wand aus Himalaya-Salzkristallen. Ein weiteres Projekt ist für den SC Verl geplant.

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Die meisten Kunden kommen jedoch aus Bielefeld und der näheren Umgebung. „Man wundert sich, wie viele Menschen eine Sauna haben oder sich eine wünschen“, sagt Heinzmann. Mit Blick auf das Potenzial könnte Woodsense somit durchaus wachsen und expandieren. Darauf wird aber bewusst verzichtet: „Wir sind gerne ein kleines, gesundes und familiäres Unternehmen.“Dazu gehört auch der inklusive Ansatz. Das Unternehmen beschäftigt Menschen mit Beeinträchtigungen und will ihnen eine Tätigkeit im regulären Arbeitsleben ermöglichen. Arbeit, die Freude macht und Anerkennung schafft, sei für alle Menschen wichtig, sagen Daniel und Dorina Heinzmann.

Saunatuch und Bademantel werden nicht benötigt

Beim Saunafest können Besucher nun sehen, welche ungewöhnlichen Sauna-Lösungen in der Hillegosser Werkstatt entstehen. Saunatuch und Bademantel werden dafür nicht benötigt: Normale Sommerkleidung dürfte für Bielefelds wohl erstes Open-Air-Saunafest vollkommen ausreichen.