TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Köln – Der anstehende Transfer von Mikey Moore (18) zum FC ist erneut ein kleiner Coup. Nach der Verpflichtung von Reigan Heskey (18/kam von Manchester City) holt Thomas Kessler (40) mit Moore das nächste Riesen-Talent aus England. Aber dafür muss Kölns Sport-Boss seine Transfer-Prinzipien brechen!
Der Tottenham-Spieler, der zuletzt an die Glasgow Rangers ausgeliehen war, hat jetzt schon laut Transfermarkt.de einen Wert von 18 Mio. Euro. Sein Klub soll sogar ein 30-Mio.-Angebot für ihn abgelehnt haben. Das zeigt, wie groß das Vertrauen in den Spieler ist. Deshalb hat Köln ohne Kompromisse keine Chance bei Moore!
Intern war beim FC allen Entscheidern schnell klar: Normalerweise bekommen wir so einen Spieler gar nicht. Aber: Tottenham will Moore (Vertrag bis 2030) unbedingt noch ein Jahr in einer hochklassigen Liga spielen lassen. Mit den Engländern wurde klar kommuniziert, dass es nur um eine Ein-Jahres-Leihe geht (BILD berichtete). Eine festgeschriebene Kaufoption soll es nicht geben.

Kölns Sport-Boss Thomas Kessler (40/r.) mit Kaderplaner Tim Steidten (47)
Foto: picture alliance/BEAUTIFUL SPORTS
Eigentlich ein Deal, auf den sich Kessler nicht einlassen würde. Denn Köln will junge Spieler dauerhaft entwickeln und Marktwerte generieren. Das ist der Plan bei Heskey (Vertrag bis 2031) und Gil Neves (18), der ebenfalls langfristig gebunden werden soll und zunächst für die U21 eingeplant ist. Warum bricht Köln für Moore seine Transferprinzipien?
Auch HSV mit Ein-Jahres-Modell
Ganz einfach: Der FC ist davon überzeugt, dass Moore mit seiner Qualität sofort helfen kann. Er ist als Spielmacher eingeplant, kann aber auch auf beiden Flügeln ran. Die Chance, den Spieler am Ende doch zu halten, ist gering. Es sei denn, der FC würde nächstes Jahr eine Mega-Ablöse hinlegen…
Tottenhams Ein-Jahres-Leihe in die Bundesliga war letzte Saison schon erfolgreich. Der Premier-League-Klub hatte Luka Vuskovic (19) für ein Jahr nach Hamburg ohne Kaufoption abgegeben. Vuskovic wurde dort zum Leistungsträger und nach seiner England-Rückkehr dann für 54 Mio. Euro an Brighton verkauft.