12 neue Spieler, ein Ziel
Warum Dynamo plötzlich als Geheimfavorit gehandelt wird
06.08.2026 – 16:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Zweitliga-Profi Lukas Boeder jubelt nach gewonnener Partie (Archivbild): Die Experten sind sich einig, dass die Saison viele euphorische Momente für die Mannschaft bereit halten wird.
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Dynamo Dresden geht mit breiter Brust in die neue Zweitliga-Saison. Trainer Thomas Stamm bremst die Euphorie – mit einer konkreten Zahl.
Es ist die Frage, die man sich in Dresden vor jeder Saison stellt: Quo vadis, Dynamo? Und wie jedes Jahr wird sie erst einmal mit einem Schulterzucken beantwortet. Wobei es vor dem ersten Spiel der Sachsen am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Nürnberg nicht wenige Experten gibt, die dem Team von Trainer Thomas Stamm ziemlich viel zutrauen.
Um genauer zu sein: Den ganz großen Wurf, sprich Bundesliga-Aufstieg. Denn diese 2. Fußball-Bundesliga ist wie jedes Jahr eine Wundertüte.
Warum der Kader für Aufsehen sorgt

Kader der aktuellen Saison. (Quelle: IMAGO/Michael Taeger)
Dass die Dresdner von den Fernsehexperten Felix Kroos und Simon Terodde zu den Geheimfavoriten gezählt werden, ist nicht grundlos. Nach der überaus erfolgreichen Rückrunde der vergangenen Saison und Platz elf hat Dynamo seinen Kader weitgehend zusammengehalten. Vor allem die Tatsache, dass die damaligen Leihspieler Jonas Sterner, Robert Wagner, Thomas Keller und Ben Bobzien nun fest verpflichtet werden konnten, gilt in der Branche als Statement.
Dazu kommt mit Nicolai Rapp ein sehr erfahrener Zweitliga-Mittelfeldabräumer vom Karlsruher SC. Insgesamt holte Sport-Geschäftsführer Sören Gonther zwölf Profis, die durchaus höhere Qualität in den Kader bringen.
Stamm bremst: „42 Punkte wären schön“
Trotz der Euphorie im Umfeld gibt sich Trainer Stamm betont nüchtern. „Wir haben in der Vorsaison 41 Punkte geholt. 42 Punkte jetzt wären schön. Das ist ein Schritt nach vorn. Wann wir diese 42 Punkte haben, ist mir egal. Erst danach können wir über alles sprechen“, sagte er.
Die Vorbereitung verlief erfolgreich – beim Saisoneröffnungsspiel schlug Dresden den Bundesligisten 1. FC Union Berlin 2:1.
Wer führt das Team nach Kutschkes Rücktritt?
Diese einzufangen und auch im Team keinen Größenwahn aufkommen zu lassen, bedarf es nach dem Rücktritt von „Sprachrohr“ Stefan Kutschke nun neuer Leute. Klar, Niklas Hauptmann als Kapitän kann schnell in diese Rolle hineinwachsen.
Aber nun müssen auch andere Leistungsträger mehr Verantwortung übernehmen. Wagner, Rapp, Keller sollten dazu in der Lage sein und intern den Laden zusammenhalten können.

